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Jaguar-Technikforum => Allgemeine technische Themen => Thema gestartet von: Peter. J. Ortmann am Fr.09.Jun 2006/ 08:28:44
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Hello again,
zunächst freue ich mich, meinen dd6 im tadellosen zustand zu wissen. Kein rost nirgends.
Ganz anders nun meine zweitkatze, identisch in bj und monat: 05/93. Zwar "nur" ein jaguar und kein daimler, was jedoch nicht die folgende entdeckung erklären kann:
Stoßstangenhalterung hinten zerfressen (siehe bild).
Hier kann man schon nicht mehr von großflächiger korrision sprechen. Die halterung ist hin. Frage: kann jemand in der runde ähnliches berichten?
Ich kann mir den schaden nicht mit mangelnder pflege erklären. Die ursache muß eine andere sein. Ich vermute eine galvanische reihe. Vielleicht bedingt durch die schraubverbindung a) außen und b) kofferraum. Nur wo und wie? Beide träger lks und re weisen den verlust der außenflanke auf. Da ist nichts mit schweißen. Im übrigen macht die katze einen leidlich zufriedenstellenden eindruck, was korrison angeht, ein paar bläschen hier und da im schweller- und radkastenbereich, jedoch nichts kritisches.
Dann wollen wir mal: peter
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Das mit der Chemie ist mir schon wieder zu kompliziert. Könnte es nicht einfach ein ungenügend geschützter Halter sein, der verborgen unter der Stoßstange unbemerkt vor sich hin korrodieren konnte?
Klaus A.
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Hallo Peter, hallo Klaus,
das mit der Chemie ist garnicht soo schwer. So wie´s aussieht, haben die Stossstangenhalter in den letzten Jahren prima als Opferanode fungiert. An einer aus Metall bestehenden Konstruktion rosten immer erst die Metallteile weg, die vom Material gesehen am "unreinsten" sind. Die Ionen wandern zu diesen Metallteilen und die rosten daher schneller.
Zu schweißen würde ich da auch nicht anfangen :D Dreh die 4 Schrauben los und bau neue dran!
Gruß:
Christian
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So wie´s aussieht, haben die Stossstangenhalter in den letzten Jahren prima als Opferanode fungiert.
Das finde ich :super , solange der Rest des Wagens dann rostfrei bleibt. Bei mir sehen die Halter nicht so extrem aus ???
Klaus A.
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Bei meinem war die Stoßstange vorne nach 8 Jahren total durchgerostet, dafür die Halter völlig in Ordnung. Habe es auch nur durch Zufall bemerkt, unter dem Gummi sieht man es halt nicht.
Die hinten habe ich vorsichtshalber mal nicht angesehen.
Zu sehen ist aber der Rost an diversen Halteblechen für Stecker. Die Karoserie hat aber nichts, dank Verzinkung.
Gruß Martin
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Hello again,
Christian hats auf den punkt gebracht, so isses. Nur - und da stehe ich vor einem rätsel - wie kommen wir zu dieser opferanode?
Ich hatte die schraubverbindung in verdacht. Beweis: vermessingte mutter mit losdrehsicherung. Stoff für verschwörungstheorien: vorbesitzer hatte unfallschaden; werkstatt schraubt was sie kriegen kann, zu not auch schmuckschrauben
Doch reichen cu-anteil und kontaktfläche für ein korrossionsdesaster dieser güte aus? Erstens ist der cu-anteil vernachlässigbar, und zweites ist die kontaktfläche (gewinde) nicht vermessingt. Mehr ist nicht, denn die trennfuge mutter zu karosserie ist zudem mit einer unterlegscheibe besetzt; ein direkter kontakt zum stoßstangenhalter existiert nicht.
Meine vermutung ist eine andere. Das (zerstörte) u-profil unterhalb der trägerplatte wurde mehrmals umgeformt. Umformen jedoch bewirkt gefügeveränderungen mit ausbildung von korrosionskeimen. Berücksichtigt man zudem noch die walzhaut sowie aufhärtungsprozesse infolge punktschweißen, so haben wir gleich drei potentielle quellen für korrosion. Interessanterweise ist die trägerplatte unbeschädigt (ergo keine gefügeverändernden umformprozesse gehabt habend)
Bleiben noch die umgebungsbedingungen ( wintereinsatz, salz, feuchtigkeit, etc), so daß die eine katze schneller rottet, die andere später.
Kurz und gut, ich werde den schrott wegflexen und neue u-profile ansetzen. Bei 220 € für 1 satz neuteile werfe ich doch selbst den trafo an.
Katzen, nur normalgeglüht: peter
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Doch reichen cu-anteil und kontaktfläche für ein korrossionsdesaster dieser güte aus?
...kurz gesagt: Leider ja! :'( Je hoeher das Potentialgefaelle umso besch....wird es wie wir alle wissen! Stahl+Kupfer, Chrom+Kupfer...aber eben leider auch Stahl+Stahl! (Schweissnaehte!) Erosionsschaeden sind dann vorhanden wenn alles andere als Erklaerung ausfaellt und evtl. ein benachbartes Teil oder Schraeubchen noch tiptop is, das fragliche allerdings seine Form nur noch erahnen laesst.
Gruss
Peter :xxx
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Wir halten die geschichte mal auf wiedervorlage; mal sehen ob sich der eine oder andere bei gelegenheit zum thema meldet. Man guckt ja nicht jeden tag unter die stoßstange.
Merkwürdig: mein dd6 hat keine schraubverbindung, obgleich im teilekatalog nichts anderes steht -. Perfides albion.
Puzzeled: peter
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Peter,
da du ja 2 Fahrzeuge hast, du vermutlich aus dem gleichen Baulos stammen, sind Unterschiede kaum ab Werk zu erwarten; es wäre wohl unfair, den Zustand dieser Bauteile der Fertigungsoptimierung von Ford anzulasten. Z.B. könnte das Teil schon mal wegen eines Auffahrunfalls ausgetauscht worden sein und wurde ungeschützt montiert.
Auch sammeln sich unter der Stoßstange die Abgase, die zumindest im Kurzstreckenbetrieb vorwiegend agressiver Natur sind - warm und sauer!
Gruss,
Harald
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Hallo Harald,
du hast recht, die kiste hatte hinten einen schaden, augenfällig vermehrt rostspuren im hinteren linken bereich, da war also mal was. Unabhängig davon - die trägerkonstruktion wurde gewechselt. Zudem kannst du schon innerhalb einer charge unterschiede haben. Und da jaguar bzw ford auch zu der zeit schon die fertigungstiefe abgebaut haben, ist davon auszugehen, daß hier fremdfertigung vorliegt. Wie auch immer - vielleicht meldet sich der eine oder andere noch.
Erstmal andere probleme: peter