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Jaguar-Technikforum => XJ Serie 1 bis 3 => Thema gestartet von: xj6coupe am Di.26.Sep 2006/ 18:31:12
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hallo zusammen,
leider kann ich bis jetzt nur durch fragen an diesem für mich tollen forum teilnehmen :xxx mein technisches know-how läßt derzeit nichts anderes zu - leider ;)
in diesem zusammenhang würde ich euch um eure meinung in folgender fragestellung bitten.
sachlage: die ölwannendichtung "leckt" in fahrtrichtung rechts und produziert so jede nacht ca. "5 Mark große flecken". bitte kommt jetzt nicht mit der aussage, dass die katze nur ihr revier markiert zzz.
der aus-/abbau der ölwanne scheint mir sehr aufwendig - vielleicht irre ich mich ja auch...
jetzt sagt der mechniker meines vertrauens, man könnte es mit dem Mittel "leck-weg" oder so ähnlich probieren :-X
ich bin mir bewusst, dass die ursache mit einer solchen aktion NICHT beseitigt wird, jedoch könnte ich so etwas zeit gewinnen und erst nächtes jahr den dichtungswechsel vornehmen,
meine konkrete frage: kann das mittel unmittelbar schaden anrichten - wie ist eure meinung ( bitte keinen glaubenskrieg :-*)
gruß gert
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Hallo Gert,
sicherlich keine Grunsatzdiskussionen, aber eine Oldichtung gehört gemacht und dann ist Ruhe. Warum sollte man da pfuschen? Sie ist leichter zu machen als diverse andere Leckagen.....
Viele Grüße
Kai
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hallo kay,
vielen dank für deine prompte antwort - der mechaniker meinte die vorderachse müßte abgesenkt werden....da habe ich gleich (vielleicht zu schnell) die € purzeln sehen... :>x<
grüße gert
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Hallo Gert,
mit diesen "Leck- weg- Mittelchen" ist das wirklich Murks, da hat Kai schon recht. Die Dichtung zu wechseln ist auch kein Akt! 6 oder 8 Schrauben lösen und das war´s . Und das mit der Vorderachse kann ich mir nicht vorstellen. Ich hab zwar jetzt auch schon nlänger nicht mehr unter meiner Serie III gelegen, aber ich meine, die Ölwanne bekommt man auch so ab; oder sind hier irgendwelche Serie II- Fahrer anderer Auffassung? ;)
Vorteil: Du hast den Ölwechsel vor dem Winter gleich mit gemacht :D
Gruß:
Christian
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Diese "Öldichtmittel" versuchen nur hart gewordene Simmeringe durch Zuführung eines chemischen Weichmachers wieder weich und elastisch zu bekommen.
Auf keinen Fall bekommen sie eine undichte Flächendichtung wieder dicht.
Es gibt keine Chemikalie, die merkt: Huch hier ist ein Loch, und jetz quell ich mal und werde fest und ölundurchlässig.
Man kann versuchen, die Schrauben sanft nachzuziehen, da sich jede Dichtung etwas setzt. Manchmal hilft es, und ist in 10 min gemacht.
Das mit Revier markieren ist natürlich Unsinn, der eigentliche Grund ist:
Die Serie 2 ist ein "AUSLAUFMODELL" :D :D :D :D :D :D :D
Grüße
Wolfgang
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gut gut ihr lieben,
bin bereits überzeugt - werde das mit dem "wundermittelchen" nicht nachen ;D
im veteranenshop-online-katalog finde ich jedoch für die serie II keine ölwannendichtung (ps. die schrauben haben wir gleich versucht sanft festzuziehen - da war kaum potential).
war ich zu dämlich?
die ölwanne ist wirklich sehr verbaut, was denkbar ist, diese einige zentimeter abzusenken und dann die neue dichtung (wenn es denn eine gibt) dazwischen zu fummeln.
???
grüße gert
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Hallo Gert,
das würde ich so nicht machen! Die Fertigungstolleranzen bei Jaguar sind doch um einiges größer als bei anderen Autos. Grundsätzlich setze ich keine Dichtung ein, wo es hinterher raussiffen kann, ohne die beiden Bauteile, die miteinander verbunden werden sollen, auf der Dichtfläche mit Hylomar einzupinseln. Sozusagen als zusätzliche Versicherung.
Mach dir besser die Mühe, und bau die Ölwanne aus; Du sparst Dir längerfristig gesehen auf jeden Fall Zeit. Und: Die Schrauben der Ölwanne werden mit einem Drehmomentschlüssel und dem im WHB angegebenen Anzugsmoment angezogen. Das gleichmäßige Anziehen der Schrauben ist für die Dichtigkeit ebensowichtig wie eine neue Dichtung.
Gruß:
Christian
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Opa hat immer gesacht: Wo Oel is, is keen Rost, Punkt! :-X
:D :D :D :D
Gruss
Peter :xxx
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danke für die ratschläge,
habe mittlerweile die papierdichtung ??? bei limora bestellt und dann geht es an die arbeit...
grüße gert ;)
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Moin Gert,
nach meinen Kenntnissen muss die Vorderachse an den hinteren Aufnahmen gelöst werden, so dass sie dann an den vorderen Aufnahmen herunterbaumelt. Aber vorher bitte das Lenkgetriebe von der Lenksäule sachgerecht lösen - vergl. WHB.
....und wenn Du schon dabei bist, sieh Dir auch gleich die Simmerringe/Radialwellendichtringe an der Kurbelwelle an.......
Viel Erfolg
Dietrich
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guten abend dietrich,
vielen dank für deine tipps bzgl. der vorderachse und der simmerringe an der kurbelwelle :super. ich werde das "projekt" nächste woche in angriff nehmen :morning.
vielen dank und grüße gert
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Wenn diese Wunderdichtmittel überhaupt helfen dann nur bei Gummidichtungen die im Laufe der Jahre hart geworden sind. Diese werde dadurch wieder weicher und können dann besser abdichten. Beschädigungen oder Risse im Gummi können sie nicht beseitigen. Und bei Papier oder Kupferdichtungen helfen diese Mittel überhaupt nicht.
Bei undichten Ölwannen lohnt es sich aber alle Schrauben noch nachzuziehen, das hält zwar auch nicht ewig, aber wenn man Glück hat hält es dicht bis man eh wieder eine Reparatur macht und es gleich miterledigt.
Gruß Martin
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nach meinen Kenntnissen muss die Vorderachse an den hinteren Aufnahmen gelöst werden, so dass sie dann an den vorderen Aufnahmen herunterbaumelt.
:super Genau so gehts am besten und vor allem ist es gar nicht so tragisch!
Viele Grüße
Kai
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Christian hat Recht, Du solltest ein zusätzliches Dichtmittel verwenden.
Eine Papierdichtung ist nicht geeignet, die unterschiedlichen Spannungen von Schraube zu Schraube dauerhaft auszugleichen, Hylomar oder ein Silikon für Motorabdichtungen (Beispiel: Omnivisc 1002, habe gute Erfahrung damit gemacht) wirken Wunder. Ohne das Zeug baue ich keinen Ventildeckel und keine Ölwannendichtung mehr ein.
Eine ganz dünne Raupe reicht, Schraublöcher von innen umfahren, damit duch die Löcher nichts rausläuft.
Ölwanne muss ganz raus und beide Flächen mit einem Flachschaber beide Dichtflächen gründlich sauber schaben.
Grüße
Wolfgang
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Moin gents,
ich habe bei der Befestigung der Nockenwellendeckel auch Silikon zusätzlich verwandt. Allerdings sollte man eine "Raupe" grundsätzlich vermeiden. Ein gaaanz leichter Film reicht aus. Bei einer Raupe werden 95 % des Silikon in die Ölwanne und/oder nach Aussen gedrückt.
Schöne Grüße
Dietrich