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Forum Archive / Jaguartechnik => XJ-40, XJ-81, X300 - Archiv => Thema gestartet von: tim_flux am Fr.08.Dez 2006/ 20:53:29
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Hallo,
meinem XJ40 ist nach einen Zylinderkopfwechsel bei eingelegtem Gang auf den ersten 2-3 km bei kaltem Motor ein deutliches Klackern aus dem Motorraum zu vernehemen, welches ich als Ventilklackern wegen zuviel Spiel vermute. Nun besteht ja bei zu wenig Spiel, die Gefahr, daß die Ventile durchbrennen. Wie ist es bei zuviel Spiel? kann man so noch weiterfahren oder sollte das so schnell wie möglich behoben werden (Kosten?)?
Gruß,
Tim
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Hallo,
zu viel Spiel, wie so ist es dann weg nach 2-3 km?
Zu viel Spiel ist grundsätzlich ungefährlich. Alle Jags sollten im kalten Zustand klackern.
Gruß Rüdiger
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Also wenn der Motor etwas heisser geworden ist, ist das Klackern weg, bzw. kaum zu hören, das ist dann so nach 2-3 km der Fall.
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Hallo Tim,
das Klackern kann auch von der (-möglicherweise-) oberen Steuerkette stammen. Wenn's von den Ventilen stammt, ist es ungefährlich. Wenn der Kopf getauscht wurde und die Ventile neu eingeschliffen worden sind, hat man evtl. etwas mehr Ventilspiel eingestellt, damit kein Ventil durch zu kleines (oder kein) Spiel durchbrennt, wenn es sich im Sitz gesetzt hat.
Weiterfahren und beobachten
Tom
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Hallo,
es sind mit Sicherheit die Ventilstoessel...wenn ers vorher nicht getan hat vermute ich mal dass ein gewitzter Mensch beim Kopfabbau auch die Nockenwellen abgenommen hat....dann sind im die Stoessel runtergefallen und er hat sie dann irgendwie wieder draufgesetzt...frei nach dem Motto: :whistling. Leider kommt das vor... :tongue! Andere Erklaerung fuer Vor- und Nachher gibts leider nicht weil der Kopf kommt ab und wieder drauf und da wird nix dran gedreht! Also entweder ist der Kopf als GANZES gewechselt worden, mit Ventiltrieb und allem....oder eben nur der Kopf als Gussteil und es wurde das Innenleben des Anderen eingebaut. Bei allen DOHC der AJ-Reihe gilt als Richtwert: 0,2Einlass 0,25Auslass...das sind recht gute Werte die auch leise laufen. Bisschen Geklicker ist normal und. Sollte es mehr werden und Nerven sollte man sich einen Unterlagsatz Scheiben (es gibt sogenannte "Schaelscheiben" die man mit dem Messer abschaelen kann in 0,02mm-Schritten) besorgen, eine Fuehlerlehre und eine Mikrometerschraube. Dann bei kalter Maschine:
1.Zylinderdeckel auf, Liste schreiben E1/A1 E2/A2 usw....
2.Motoran der KW linksrum durchdrehen und dabei jeweils mit Fuehlerlehre das Kaltventilspiel ausmessen und in die Liste eintragen.
3.Motor auf OT stellen, Nockenwellenmarkierung suchen und merken oder selber markieren.
4.Steuerkette ab.
5.Nockenwellenlager auf und Nockenwellen raus.
6.Brett mit Bohrungen ist hilfreich, dort gleich die Stoessel welche man abzieht und mit der Mikrometerschraube misst einsortieren.
7.Wenn alles klar dann rechnen: Ausgefuehlertes Ventilspiel - Soll Ventilspiel = Korrekturlaenge. Vorhandene Stoessellaenge + vorgefundene Unterlage + Korrekturlaenge = neue Stoessellaenge. So, jetzt sucht man sich einen Stoessel aus den Anderen raus der dem gut entspricht und sortiert so lange um bis nur die ueberbleiben welche neu unterlegt werden muessen. Die unterlegt man dann neu und der Setzkasten ist fertig einsortiert.
8.Alles wieder aufstecken und zusammenbauen.
9. BEVOR der Zylinderdeckel draufkommt NOCH EINMAL den Motor durchdrehen und mit der Fuehlerlehre ALLE Ventilspiele NACHKONTROLLIEREN!
DAS ist wichtig!!!! Man sortiert ein paar Stuendchen und spielt Schach mit den Figuerchen....dann klingelts an der Tuer, der Nachbar kommt zum quatschen, die Schwiegermutter laesst den Fuffi in die Garage der dich dann anbellt....etc. Da geht schon mal ein Gedankengang verloren!
Gruss
Peter
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Hallo Peter,
wer hat dich denn hier gestößelt? :-* ??? :D :D ;D
Du scheinst das beim XJ 40 noch nicht gemacht zu haben :tongue! :tongue!
Außer den Ventilen, den Töpfen und den Plättchen ist da doch nichts.
Gruß Rüdiger
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Rüdiger, was du so treffend als töpfe bezeichnest sind tassenstößel = ventilstößel (nicht zur verwechseln mit stößelstangen)
Und wenn die dinger gemischt werden, paßt nix mehr.
Obwohl, man weiß ja nie 8) : peter
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Hallo Ruediger... 8)
ja genau, mehr is da nicht...hatte ich von mehr geschrieben? ???
Und:
ja...Peter hat Recht dass man eigentlich Stoessel nicht tauschen sollte. Wer es also ganz genau machen will der laesst jeden Stoessel wo er ist und korrigiert jeden einzeln aus. Das ist aufwaendiger aber technisch korrekter weil:
Die Nocke laeuft nicht mittig auf dem Stoessel sondern etwas versetzt, ca. 0,5-1mm.
Das hat den Grund das die Nocke den Stoessel im Betrieb langsam drehen kann und sich somit ein gutes Einlaufbild ergibt, die Nocke arbeitet also niemals immer auf der gleichen Stelle. Somit wird die Tragpaarung nach einiger Zeit optimal zusammenlaufen. Allerdings ist dass dann fuer jede Paarung unterschiedlich. wechselt man die Stoessel so geht das von vorne los. Das muss man vor Ort entscheiden, hilfreich ist ein Haarlineal zur Beurteilung der Planaritaet des Stoessels. Sind die nicht mehr plan sollte man es sein lassen und die Stoessel nicht aus Bequemlichkeit untereinander tauschen.
Gruss
Peter 8)
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Hallo Peter,
ja wenn so ein Laie wie ich mal meint, er könnte recht haben und dann den Schnabel auch noch so weit aufreißt, dann kommt halt so was raus.
Asche auf mein Haupt und ich mache jetzt in Demut.
Gruß Rüdiger
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Hallo Ruediger, ;)
hast du nicht, und darauf kommts auch gar nicht an.
Sinn der Geschichte war einfach nur der Ursprungsfrage Gestalt zu geben. Will heissen, darzustellen dass es gar keine schwierige Aufgabe fuer einen schraubenden Herrenfahrer ist dass selbst zu machen wenn er den Lust dazu hat. Es braucht nur eine Anleitung und Zeit. Fuer diese Arbeit macht man sich noch nicht einmal richtig schmutzig und festsitzende Schrauben die Ueberraschungen bereiten koennen sind auch nicht dabei. Es ist also eine schoene feinmechanische Aufgabe die man fuer sich selbst sicher genauer loest als eine Werkstatt. Da sie zeitintensiv ist, ist sie relativ teuer. Ein paar Stuendchen kommen da schnell zusammen. Aber schwer ist es nicht..
Gruss
Peter :xxx
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Ja, ja Peter,
ich habe es schon zweimal am 4l gemacht und habe mich jedesmal gewundert, wie schön man sich vermessen kann, teilweis Blödsinn aufschreibt oder sich bei banalen Vorgängen verrechnet.
Übrigends habe ich mir die Blöcke anfertigen lassen, mit denen man die Nockenwellenlagerschalen ausbauen kann ohne den Zylinderkopf abnehmen zu müssen und dann auch noch die Dichtung zu wechseln.
Gruß Rüdiger
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Peter, nimmste ne micro mit 1/1000 nonius? Frage wg meßfehler. Hab ne einfache bügel 1/100 - doch ich traue dem vogel nicht.
Rüdiger, nur interessehalber - was ist denn mit den nockenwellenlagerschalen?
Normalerweise halten die auf lebensdauer, gleitlager mit notlaufeigenschaften, falls es mal nicht läuft wie geschmiert. - Wenn die hinüber sind, dann isses die welle in der regel auch.
Man mißt genau, und dann ist es doch alles eine sache der interpretation: peter
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Zu hohes Ventilspiel ist auch nicht so gut. Hatte mein allererstes Auto auch mal. Durch einen fest sitzenden Ventilspielausgleicher. Wodurch der Hebel zur Ventilbetätigung ziemlich abgenutzt wurde bis er dann bei höher Drehzahl gebrochen ist. Das Bruchstück hat sich dann verkantet zwischen dem Hebel nebenan und dem Ventildeckel. Dadurch konnte dieses Ventil nicht mehr hoch und von unten kam der Kolben ... :(
Wie groß das Spiel war ließ sich im Nachhinein aber nicht mehr feststellen. Auffällig hörbar war vorher aber nichts.
Allerdings ist die Ventilbetätigung beim Jaguar eine ganz andere, diese sog. Schlepphebel hat der ja nicht.
Gruß Martin
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Hallo PeterJO,
zum Einstellen des Ventilspiels mittels der Plättchen müssen die Nockenwellen raus und da die Lagerschalenschrauben gleichzeitig den Zylinderkopf festschrauben, kannst du mit diesen Blöcken jede Schraube einzeln lösen, den Block einsetzen und die Schraube wieder anziehen. So bekommst du die Wellen raus ohne den Zylinderkopf zu lösen und die Dichtung wechseln zu müssen.
Sonst hat es mit den Dingern nichts.
Zum genauen Messen: meine Fühlerlehre war im Messbereich ungenau, daher kamen bei mir ständig andere Werte raus. Was nehmt Ihr denn und vor allem: wo bekomme ich es her?
Gruß Rüdiger
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Hallo,
die Einstelldaten sind recht weit gestreut, so hat z.B. das E-Ventil beim AJ8 0,18-0,23...also 5/100 Toleranz, Auslass 0,22-0,27. Wichtig is das man keine verdaddelte Fuehlerlehre benutzt, normalerweise ist die Abstufung 0,05 auf den Lehren und sie muessen STRAMM reingehen. Dass ist der richtige Wert. Eine 100stel Mikrometerschraube reicht in allen Faellen aus. Um Messfehler auszuschliessen sollte man alle beteiligten Teile messen mit dem SELBEN Messwerkzeug! Also erst macht man sich ne Messliste der Fuehlerlehre! Die Zungen nachmessen und aufschreiben! Das wird oft vergessen!
Gruss
Peter :xxx
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Hallo Peter,
ganau das war es, ich hatte die Fühlerlehre nicht gemessen und bekam ständig andere Werte.
Gruß Rüdiger
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Jeder hat so seine eigenen methoden.
Die fühlerlehre nachmessen :><.. die blättchen müssen knickfrei sein und sauber.
Der meßfehler einer 1/100 micro schlägt dagegen häufiger ins gewicht.
100 % reicht - meint: peter