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Jaguar-Technikforum => C,D,E-Type, S,MK,XK,SS => Thema gestartet von: asteinha am Di.16.Jan 2007/ 15:31:27
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Hallo,
vielleicht haben Sie eine Idee zu folgendem Problem:
Ausgangssituation: Motor 3,8l aus dem Marks 2 mit 4-Gang-Overdrivegetriebe.
Die Kupplung ist unheimlich schwergängig und hat auch nur einen kurzen Pedalweg. Hat jemand eine Idee woran es liegen kann, das die Kupplung so schwer zu treten ist?
Könnte es eventuell daran liegen, das ein Schlauch sich zugesetzt hat, ähnlich wie bei den Bremsen?
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Hallo,
wahrscheinlich ist die Kupplung in der Naehe des Belagendes. Wenn sie eine Blattfederglocke hat wird sie mit zunehmenden Verschleiss dann immer schwerer aufzudruecken da die Hebelverhaeltnisse sich veraendern. Wenn die Betaetigung mechanisch erfolgt (Seilzug) spricht dafuer auch der kurze Betaetigungsweg den man am Pedal fuehlt. Sollte sie hydraulisch betaetigt sein ist sie wohl nicht selbstnachstellend oder der Nachlauf im Behaelter ist verstopft. Normalerweise gibt es am Ausrueckhebel eine Verschleissanzeige, (kann man mit der Taschenlampe vom Motorraum aus erkennen) wie sieht diese aus?
Gruss
Peter
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Es handelt sich bei dem Wagen nicht um einen Jaguar , sondern um einen Jaguar Kougar.
Die Kupplung ist hydraulisch. Was meist Du mit dem Nachlauf vom Behälter. Ist dies der Schlauch, der vom Vorrats/Nachfüllbehälter weg geht?
Gruß
Toni
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Nein. Wenn sie hydraulisch ist, hat der Nehmerzylinder an der Glocke eine innenliegende Feder welche den Ausrueckhebel immer leicht gegen das Federpaket drueckt. Ueber dem Geberzylinder den man im Motorraum betaetigt sitzt der Fluessigkeitsbehaelter. Wenn der Kolben dieses Zylinders in Ruhestellung ist, ist das hydraulische System zum Behaelter hin geoeffnet, es kann evtl. fehlende Fluessigkeit in die Druckkammer nachfliessen. Beim Betaetigen schliesst dann die Dichtung die Druckkammer und es kann sich Druck aufbauen. Man hat also immer den gleichen Kupplungsdruckpunkt, egal wie weit die Kupplung verschlissen ist. Wenn jetzt nix mehr nachkommt weil da evtl. Dreck oder sonstwas drin is dann funktioniert es nicht mehr und evtl drueckt man sogar Luft in das System. Auch dass kann den Weg gefuehlt verkuerzen. Ich wuerd' aber ersma die Belaganzeige kontrollieren! Nich aus Spass..aber ich hab' grad Kupplung gewechselt mit fast den gleichen Symptomen. Und jetzt..ein Gedicht!
Gruss
Peter :xxx
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Danke,
am Belag dürfte es aber nicht liegen, da vor ca. 10 Jahren eine neue Kupplung eingebaut wurde und diese erst ca. 3000 km auf dem Buckel hat.
Gruß
Toni
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Moin Toni,
ist denn im Behälter der Kupplungsgeberzylinders oben genügend Bremsflüssigkeit ?
Im übrigen musste ich kürzlich auch meinen Nehmerzylinder an der Kupplung überholen: Er war jetzt dann undicht geworden und hatte ohnehin schon seit Jahren erst nach dem halb durchgetretenen Pedal einen Druckpunkt aufgebaut. Hierbei stellte sich heraus, dass der Alu-Zylinder zur Hälfte korrodiert war (weißer Grind) und der Kolben überhaupt gar nicht mehr in die ursprüngliche Ausgangsstellung zurückmarschierte, sondern sich auf seinen kurzen Weg beschränkte.
Aufwand: Rep-Satz für 7,- Euro, zwei Stunden Zeit
Schöne Grüße
viel Erfolg
Dietrich
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Danke, aber die Anlage ist dicht, das Problem ist die Kraft, die benötigt wird um das Kupplungspedal zu treten.
Gruß
Toni
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Danke, aber die Anlage ist dicht, das Problem ist die Kraft, die benötigt wird um das Kupplungspedal zu treten.
Schau auf die Verschleissanzeige, es waere nicht die Erste Kupplung wo einfach nur der Reibbelag ersetzt wurde. Gebrochene Blattfedern an der Druckplatte und/oder verkantete Ausruecklager sind dann irgendwann die logische Folge. Irgendsowas wirds dann leider sein wenn du die hydraulische Anlage ausschliessen kannst. Obwohl, ich wills natuerlich nicht verschreien. :-[
Gruss
Peter :xxx
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Eventuell passen Kupplungsnehmer- und Kupplungsgeberzylinder nicht zusammen, so dass die "hydraulische" Übersetzung zu groß ist.
MfG Wolfgang Gatza
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...das kann natuerlich auch sein, das man die Pedalerie als Baugruppe von einem nicht zum Nehmerzylinder passenden Fahrzeug genommen hat. Der muesste dann aber schon deutlich grossflaechiger sein.
Gruss
Peter :xxx
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Könnte es eventuell daran liegen, das ein Schlauch sich zugesetzt hat, ähnlich wie bei den Bremsen? --> so das nun ein höherer Druck aufgewendet werden muß?
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Moin gents,
mein XJ hatte kürzlich erst einen "zugesetzten" Bremsschlauch. Problem war hierbei allerdings nicht die Bremswirkung oder ein erhöht erforderlicher Bremsdruck, sondern vielmehr das Lösen der Bremskolben, so dass das Auto mit einem festen Bremssattel die Heimfahrt huckepack mittels ADAC antrat.
Zieht man hieraus den Schluss und vergleicht Bremse mit Kupplung, so dürfte die Kupplung, einmal getreten, anschließend keinen vollständigen Kraftschluss mehr herstellen.
Schöne Grüße
Dietrich
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Hallo Dietrich,
hast du denn den Bremsschlauch gesehen? Und womit war der zugesetzt?
Oder hat das nur die Werkstatt gesagt?
Gruss
Peter :xxx
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"...das kann natuerlich auch sein, das man die Pedalerie als Baugruppe von einem nicht zum Nehmerzylinder passenden Fahrzeug genommen hat. Der muesste dann aber schon deutlich grossflaechiger sein."
Das kann leichter passieren, als man glaubt. Wenn z. B. der Kolben des Geberzylinders nur einen 20% größeren Durchmesser hat, sind die Kupplungskräfte schon 44% größer. Wurde damit in Kombination eventuell ein um 10% kleinerer Nehmerzylinder sind die Kupplungskräfte insgesamt um ca. 78% größer. Das spürt man deutlich. Der harte UND kurze Kupplungsweg läßt mich auf nichtpassende Kupplungszylinder schließen.
Veil Erfolg bei der Fehlersuche wünscht Wolfgang Gatza
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Hallo,
nachdem nun die komplette Ansaugbrücke weg ist, kommt man auch an den Geberzylinder der Kupplung. Hier ein Bild.
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Meist ist die Größe (3/4 Zoll, 7/8 Zoll, 1 Zoll ) erhaben auf dem Geberzylinder zu lesen. Wie groß ist denn der Gebenrzylinder im Original ? Wie groß ist bei Ihrem Fahrzeug ?
Ich hoffe, andere Besitzer können die Größe des Originalzylinders mitteilen, damit Sie einen Vergleich haben.
MfG Wolfgang Gatza
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War vor ein paar Tagen in einer Oldiwerkstatt, die auch viel mit Jaguar zu tun haben. Sprach dort mein Problem mit dem sehr hohen Pedaldruck beim treten der Kupplung an.
Der Werkstattmeister meinte es könnte auch an einer defekten Druckplatte liegen. Diese würde öfters defekt sein?`
Jemand Erfahrung damit?
Danke
Toni
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Hallo,
ich hab' grade die Kupplung gewechselt bei meinem 3.6er....und kann dazu folgendes sagen: Der Unterschied zwischen alt und neu war auch gewaltig, es geht jetzt wieder wie Butter, nur hatte ich mich so an die schwergaengige Chose gewoehnt. Also wenn die Kupplung ziemlich Alle ist, (bei mir war ALLE ALLE.... :) ) Dann stehen ja die Blattfeder ziemlich steil und das Drucklager muss schon ganz schoen schieben! Blattfedersegmente waren aber bei mir nicht gebrochen. Was sagt denn deine Verschleissanzeige? : flüster
Gruss
Peter 8)
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Wo ist denn diese Verschleißanzeige?
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An der Kupplungsglocke wo der Ausrueckhebel rauskommt, da ist ja ein Schlitz, woll?
So, wenn jetzt die Kupplung neu ist, liegt der Hebel bei korrekter Einstellung und geschlossener Kupplung X mm vor dem hinteren Schlitzende. Je mehr die Kupplung verschleisst, um so mehr rueckt der Hebel nach hinten. (Bei selbstnachstellenden hydr. Anlagen und die hast du ja.) Also, der Kupplungsscheibenbelag hat etwa 4mm nutzbare Reibbelaege, da der Hebel mittig am Ausruecklager angreift waeren das etwa 8mm Totalweg fuer den Verschleiss bei neuer Kupplung. Du musst also nur vom Motorraum aus mit der Taschenlampe mal nachsehen WIEVIEL mm Luft noch HINTER dem Ausrueckhebel vorhanden sind bis dieser im Schlitz anliegt. Danach kannst du abschaetzen wie weit deine Kupplung verschlissen ist.
Neu :super : etwa 8-10mm
Uppe :'( : Hebel liegt fast am Schlitzende an
Gruss
Peter 8)
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anbei ein Bild vom Ausrückhebel:
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Hm, sehr gut das Bild. :+++
Daran duerfte es also nicht liegen, wenn die Grundeinstellung stimmte ist ein verschleiss der Kupplung hierdran nicht zu vermuten.
Nächster Versuch waere jetzt der Abbau des Nehmerzylinders und das durchgucken ob der Zylinder leichtgaengig ist.
BtW: Ist der Ausrueckhebel wirklich so gekröpft? Hab' ich noch nie gesehen,sieht aus wie verbogen. ???
Gruss
Peter
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Wenn man sich auf diesem Bild das Gelenk am Ende des Ausrückhebels ansieht, kann man doch sofot erkennen, dass es verrostet ist und JEGLICHE Schmierung fehlt. Wie sehen alle anderen "Gleitstellen"/Gelenke der GESMTEN Kupplungsbetätigung aus ? Wenn alle anderen auch so aussehen, würde ich mich nicht wundern, dass die Kupplung schwergängig ist.
Ich würde:
- dieses Gelenk schmieren/ölen
- die Gelenke des Kupplungspedals schmieren
- das Gleitstück der Kupplungsbetätigung auf der Getriebeeingangswelle.
Letzteres kann man mit etwas Risiko schmieren, wenn man die Kupplung von einem Helfer treten läßt und mit einem langen Pinsel etwas Öl durch das Ausrückhebelloch in der Kupplungsglocke auf die Welle aufträgt. Ich habe es bei meinem EV12 schon zwei mal gemacht, ohne Probleme mit einer rutschenden Kupplung zu bekommen. Man verreibt das Öl mit einem langen dünnen Pinsel leicht auf der Welle. Es verteilt sich dann von selbst.
Ob es etwas nutzt kann man ermessen, wenn man die Betätigungskraft UND die Kraft während des langsamen Kupplungslösen vor und nach dem Ölen vergleicht, indem man mit einem langen Holzstab und einer Badezimmerwaage die Kräfte mißt. Hat das Ölen etwas bewirkt, dann sinkt die Betätigungskraft etwas und die Kraft beim Lösen steigt etwas an, weil die Reibung geringer ist und deswegen mehr Kraft von den Kupplungsferdern auf das Kupplungspedal übertragen wird.
Viel Erfolg wünscht Wolfgang Gatza