Neues Forum des Jaguar-Online-Club
Jaguar-Talk => Rechtliches / Probleme => Thema gestartet von: Berth am Do.05.Jul 2007/ 13:58:55
-
Hallo Ihr Lieben !!!
Wie Ihr wisst, bin ich ja seit kurzem stolzer und zufriedener Besitzer eines X300. Zuvor hatte ich mich intensiv im Net nach adequaten Katzen umgesehen. Dabei viel mir ein Angebot aus meiner Region auf. Dort bot jemand einen X308 Bj. 12/97 mit 100 Tsd. Km für 4.500 € an. Kleine äußerliche Blessuren und defekte Kopfdichtung inclusive.
Am 24.03. habe ich den Wagen in Augenschein genommen. Hierbei stellte sich heraus, dass die Katze schon seit 2 Jahren mit offenem Motor im Freien stand. Der "Besitzer" erklärte er sei bislang nicht dazu gekommen die Kopfdichtung zu wechseln.
Ich vereinbarte den "Besitzer" am nächsten Tag anzurufen und meiune Entscheidung mitzuteilen. Nach Konsultierung meines Jag Schraubers entschloss ich mich den Wagen zu kaufen. Dies teilte ich dem "Besitzer" am kommenden Tag mit. Es wurde vereinbart sich in der kommenden Woche zu treffen und einen Kaufvertrag zu machen.
Am 30.03. wurde der Kaufvertrag gemacht. Zu meiner Überrascchung war nicht der bisherige "Besitzer" der Verkäufer sonderne eine Firma XY. Ich unterschrieb den Vertrag und leistete eine Anzahlung.
Der Rest sollte bei Abholung in Bar bezahlt werden. Die Übergabe wurde für den 7. 04. 10:00 vereinbart. Ich leitete alles in die Wege um den Wagen mit Anhänger vereinbarungsgemäß abzuholen.
Am Abend vor dem termin rief mich der "Besitzer" an und sagte mir er müsse den Termin absagen, da er den Brief nicht habe. Dieser sei noch beim Vorbesitzer ! und dieser habe den Brief an eine Bank zur Sicherheit weitergegeben. Die Bank wolle den Brief jedoch nicht herausgeben.
Mittlerweile ist aus der Bank eine Leasingfirma geworden und die müsse erst einen Gutachter schicken um das Fahrzeug zu begutachten.
Mittlerweile ist der Wagen nicht mehr auf seinem Platz und steht angeblich in einer Werkstatt.
Letzte Info vom "Besitzer" kam in der vergangenen Woche. Die Leasingfirma habe grünes Licht gegeben und sobald er den Brief habe könne ich das Fahrzeug übernehmen.
Ich bin bewußt noch nuicht vom Vertrag zurückgetreten und habe auch bislang bewußt noch nicht meine Anzahlung zurückgefordert.
Hier stehen evtl diverse Klagen noch an. U.a. auf Schadensersatz etc.
Gerne möchte ich Eure Meinung zum Fahrzeug und diesem Vorgang. Bin gespannt auf Eure Antworten und Beiträge.
Liebe Grüsse Berth
-
Hallo Berth,
es gibt mehrere Perspektiven Deines Falls:
1. Juristische Perspektive: Auskünfte zum Sachen- bzw. Schuldrecht kannst Du gerne bekommen. Fraglich ist, ob der KV wirksam zustande gekommen ist und von wem Du woraus eventuell Schadenersatz fordern kannst. Das ist nicht so offensichtlich wie Du vielleicht denkst. Um jedoch eine juristische Stellungnahme zu äußern, bedarf es Deines ausdrücklichen Wunsches, Du müßtest die Sachlage in einigen Punkten nochmals ganz exakt darstellen und Du müßtest genau sagen, was Du jetzt willst.
2. Sachliche Perspektive: Überprüfung, ob der Wagen objektiv gesehen sein Geld wert ist. Wenn ja, dranbleiben, wenn nicht, Abstand nehmen.
3. Meine persönliche emotionale Perspektive: Ich würde das Auto nicht nehmen.
Gruß
Markus
-
Hallo Berth ;)
:-\ :-\ :-\ :>x< :>x< zu Deinem Kauf.
:gr_bad* :gr_bad* :gr_bad* zur Abwicklung.
Meine Meinung, weder Auto noch Geld siehst Du wieder, auch nicht nach 1000 Klagen :( :( :(
Drücke Dir dennoch die Daumen
Michael :angelnot!
-
Hallo Berth,
auf so eine verzwickte Geschichte hätte ich mich nicht eingelassen. : nein
Meinen Vorrednern kann ich mich nur anschliessen. Sie zu, dass Du wenigstens Deine Anzahlung zurückbekommst und dann Schwamm drüber.
Mit den Klagen wirst Du nicht sonderlich viel Erfolg haben, zudem kostet das auch noch ein wenig. :gruebel
Gruß
Detlef
-
Hallo Berth,
ich schließe mich im Grossen und Ganzen meinen Vorrednern an.
Eventuell von Dir beabsichtigte Klagen auf Schadenersatz o. ä. werden ausgehen wie das berühmte Hornberger Schiessen.
ich persönlich würde nunmehr sofort wegen Nichterfüllung der Gegenseite vom Vertrag zurücktreten und umgehende Rückerstattung der Anzahlung fordern.
Wenn Du diese wirklich zurückbekommst, sei heilfroh, buch das Ganze unter Lebenserfahrung ab und mach´einen großen Haken dran!
Viel Glück
Ingo
-
Hallo Berth,
Ich denke folgendes:
Ein seriöser Verkäufer
- gibt bei so einer Geschichte anstandslos einstweilen die Anzahlung wieder heraus,
- entschuldigt sich betreten für das Dilemma
- und gibt evtl. auch den Leasinggeber, Leasingvertragsnummer, etc. preis, damit man
da mal nachfragen kann.
In diese Richtung würde ich MINDESTENS mal auf den Zahn fühlen.
Wenn er sich sperrt, kannt Du ziemlich sicher sein, woran Du bist.
Schon Frist gesetzt?
Schicke Dir eine PN.
Viele Grüße
Axel
-
Moin gents,
die Sache ist natürlich auch strafrechtlich relevant, was dem Geschädigten natürlich nicht unbedingt weiterhilft.
Aber versuch es mal mit dem Betrugsvorwurf....
kind regards
Dietrich
-
Hallo Berth ;)
:-\ :-\ :-\ :>x< :>x< zu Deinem Kauf.
:gr_bad* :gr_bad* :gr_bad* zur Abwicklung.
Meine Meinung, weder Auto noch Geld siehst Du wieder, auch nicht nach 1000 Klagen :( :( :(
Drücke Dir dennoch die Daumen
Michael :angelnot!
Hallo Berth,
ich sehe es genauso wie Michael.
Ich fürchte da biste reingefallen....
Aber aus Schaden wird man klug - wünsche dir trotzdem das alles zu deiner Zufriedenheit ausgeht....
Viel Erfolg
Ingmar
P.S. Was ich nicht verstehe - wieso leistest du eine Anzahlung auf ein Auto welches 2 Jahre mit offenem Motor rumsteht? Es ist doch offensichtlich das das Ding keiner haben wollte..... mal abgesehen davon das ich den aufgerufenen Preis dafür zu hoch finde....
-
Hallo Ihr Lieben ! ;)
Vielen, vielen Dank für Eure Infos, netten Wünsche und Hilfsangebote. Bin begeistert !
Möchte meine Zeilen noch ein wenig ergänzen. Der Verkäufer ("Besitzer") ist der Enkel eines langjährigen früheren Nachbarn. Das Geld könnte ich verschmerzen. Mir hat der Wagen damals gut gefallen und mein Schrauber (ehem. Jaguar Mechaniker) hätte ihn für kleines Geld instand gesetzt. Motor zerlegt, Standschäden durch offenen Motor gemacht, Kopfdichtungen erneuert und alles überprüft. Hätte mich 1.000,00 € gekostet incl. aller erforderlicher Arbeiten nach 2 Standjahren im Freien.
Habe mittlerweile Frist zur Erstattung der Anzahlung, bzw. Übergabe des Fahrzeuges gesetzt (schriftl. per Einschreiben Rückschein. Ist mir nur schade um die Mietze. Hätte dann halt 2 Mietzen, eine für meine Frau (Heike) eine für mich . : mycar
Habe die Angelegenheit auch mit meinem Hausanwalt besprochen und die diversen Möglichkeiten ausgelotet. Straf- und Zivilrechtlich. Bin selbst auch nicht gänzlicher Laie darin (1. Staatsexamen). Aber am Liebsten hätte ich die Mietze. Dem Kerl gehört einfach der Hintern versohlt.
Ich glaube Ihr habt recht und ich lasse die Sache sausen. Gibt ja noch mehr tolle Mietzen.
Liebe Grüße Berth
P.S. Werde Euch auf dem Laufenden halten
-
Gibt ja noch mehr tolle Mietzen.
Wo es tolle Jaguars gibt, erfährst Du hier von Michaela, Ute...
Wo es tolle Miezen gibt, erfährst Du hier von Ingmar, Detlef, Kai, Egon, Peter, Gerd, Dietrich, Ralf... ;D
-
Wo es tolle Miezen gibt, erfährst Du hier von Ingmar, Detlef, Kai, Egon, Peter, Gerd, Dietrich, Ralf... ;D
...und bestimmt auch von Markus.... :D
-
Wie kommt man nur dazu, ein Auto verkaufen zu wollen, das rechtlich einem gar nicht gehört ?
Dem Kerl gehört einfach der Hintern versohlt.
das wäre die einzig wahre Konsequenz
Ich hoffe Du bekommst zumindest die Anzahlung ohne Probleme Retour.
viel Glück und liebe grüsse,
Sakis
-
Ich hoffe Du bekommst zumindest die Anzahlung ohne Probleme Retour.
Nimm doch einfach ein paar russische Freunde mit
oder Deine Kumpels von den Hells Angels
oder ein paar Jaguar Angels aus diesem Forum
...dann bekommst Du sicher auch noch 10% Zinsen ausgezahlt
-
.....für ein paar russische Freunde hätte ich auch Verwendung !!!!
Buddy
-
P.S. Werde Euch auf dem Laufenden halten
Hallo Berth,
wie ist denn nun der neueste Stand? ???
Gruss
Egon ;)