Moin gents,
dachte ich mir´s doch. Dann hast du vermutlich noch das AED, den mechanisch arbeitenden automatischen choke, der wohl mittels Bimetall arbeitet. Das Ding soll schon immer ein Quell der Unzuverlässigkeit gewesen sein und ist häufig irgendwann defekt. Die Folge ist eine ausserordentliche Überfettung des Gemisches im warmen Motorzustand.
Das AED, ein kleines Gehäuse, sitzt zwischen den Vergasern und versorgt mit extra fettem Gemisch beide Ansaugkanäle.
Ich habe bei meiner Serie I das AED durch einen manuellen choke ersetzt und seither Ruhe. Ist allerdings natürlich nicht so elegant vor jedem Kaltstart erst einmal am Knauf zu zotteln. Aber wirksam .....
Also: Demontiere das AED mal bei warmem Motor, verschließe die sodann überflüssige Benzinleitung, stopfe beide Löcher in den Ansaugkanälen zu, in dem du einen passenden Schlauch von einem Loch zum anderen führst, und lässt dann den warmen Motor laufen. Vergiss nicht, vorher nochmals die Zündkerzen zu reinigen. Läuft der Motor sodann ruhiger ist´s das AED gewesen.
Sofern du dann ohne AED dein Auto weiter fahren möchtest und den Motor natürlich im kalten Zustand starten möchtest behilfst du dir mit einem Bieruntersetzer aus Pappe aus deiner Lieblingskneipe. Aus diesen Pappen trennst du nämlich je Vergaser ein kleines STückchen heraus und legst es zwischen die CO Einstellschraube (die häufig farblich markiert an den Innenseiten der Vergaseer sitzt) und dem darunter befindlichen Anschlag(-hebel). Du reicherst auf diese Art das Gemisch durch Absenken des zylindrischen Düsenstockes an. Damit ist die Vergasereinstellung urplötzlich viel fetter und der Motor startet im kalten Zustand. Nach kurzer Fahrt je nach Temperatur entnimmst du die Pappen wieder und der Düsenstock stellt sich in die ursprüngliche Position zurück, so dass das Gemisch wieder stimmt. - Bei einer Außentemperatur von 25 °C würde ich die Pappen max. 1 bis 2 Minuten belassen, ist´s kälter natürlich länger.....
Viel Erfolg
kind regards
Dietrich