Autor Thema: Demontage Zylinderkopf  (Gelesen 2808 mal)

Offline Dietrich

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Demontage Zylinderkopf
« am: Do.19.Jul 2007/ 09:47:06 »
Moin gents,

irgendwann wird es soweit sein und ich habe den Platz auf der Bühne in der Werkstatt zur Motorreparatur endlich. Sodann muss der Zylinderkopf vom XJ6 4.2 runter.

Welche Anschlüsse, Schrauben etc. ich zu lösen habe und in welcher Reihenfolge dies durchzuführen ist, ist mir bekannt.

Da der Zylinderkopf möglicherweise an den Stehbolzen sehr festgebacken ist, muss er mit Hilfe eines Motorenkrans unter Spannung gesetzt werden und zuvor mit viel Geduld, viel Caramba und einem kleinen Hämmerchen gelöst werden.

Jetzt zur Frage: Wo führe ich die Gurte des Motorenkrans entlang ? 
Mein Vorschlag: Rechts am manifolt befestigen und links am Krümmer.

Ist das praktikabel, ohne den Kopf bei der Demontage zu verziehen ?
Gibt´s andere Vorschläge ?

Michael Groß im Berliner Meilenwerk hat für derart schwierige Fälle einen Abzieher gebaut, den ich mir vermutlich borgen könnte. Hierbei werden Gewindebolzen in die Kerzenlöcher geschraubt. Doch das kann nach hinten losgehen. Wird zu viel gezerrt, reißen die Kerzengewinde aus.

kind regards
Dietrich

Offline Peter Pleyer

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Re: Demontage Zylinderkopf
« Antwort #1 am: Do.19.Jul 2007/ 11:28:27 »
Hallo und ja...das kann nach hinten losgehen. Trotz alledem ist es der Methode mit dem Motorenelefanten vorzuziehen. Das wichtigste ist, den Kopf mit dem Abzieher gleichmässig und nicht zu viel unter Spannung zu setzen....die schwerste Arbeit dabei ist das Geklopfe rundum mit dem Gummihammer.  :tongue! Jedoch ist das Resultat bei Geduld garantiert. Alles rundrumzu muss weg, Krümmer, Ansaugbrücke, Schläuche Kabel....schön freischaufeln. Dann spendiert man den Schrauben von oben eine satte Carambadusche....und geht schlafen.  zzz Am nächsten Tag den Abzieher drauf und immer schön rundrumzu klopfen....den Erfolg sieht man sofort wenn die Spannung an den Abzieherschrauben nachlässt....dann dreht man weiter und weiter gehts.
Das wichtigste dritte Werkzeug ist Geduld. Ich kenne Fälle da hat es über eine Stunde gedauert bis sich etwas gelöst hat. Wer dann die Geduld verliert und seitlich einen Schraubenzieher in die Kopfdichtung rammt hat verloren.... :tongue! :tongue!
Also ruhig Blut, meist geht es butterweich.
Gruss
Peter  8) 
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Offline Peter. J. Ortmann

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Re: Demontage Zylinderkopf
« Antwort #2 am: Do.19.Jul 2007/ 15:52:26 »
Sehe ich auch so.  Prüflast bei m10 und geringster festigkeitsklasse (st) sind ca 10 KN ( für alu würde ich den 10ten teil ansetzen,  und das mal 6 = 1KN als zulässige zugkraft dürfte mehr als sicher sein)

Wobei mir nicht klar ist, wie diese konstruktion gleichmäßig auf alle bolzen wirkt, selbst bei biegestarrer ausführung; ich nehme mal an nur die beiden äußeren bolzen kommen an die kandare, hm?

Die normalkraft sei mit euch -: peter
Six Six

Offline Dietrich

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Re: Demontage Zylinderkopf
« Antwort #3 am: Do.19.Jul 2007/ 18:15:58 »
Danke gents !

Ich werde mich um den Abzieher bemühen.

kind regards
Dietrich