Hallo Peter,
XXXMeine alten Autos werden demnächst 60 Jahre alt und ich darf sagen, dass ich keinen Dau mit 2 linken Händen dran lassen würde.XXX
Na ich doch auch nicht! Du musst das aber relativ sehen: Bis auf wenige Ausnahmen ist zum Restaurieren und Instandhalten eines 50 oder 60 Jahre alten Autos der gleiche "Basis-Skill" erforderlich, wie für ein jetzt 20 oder 10 Jahre altes Auto (wenn es ebenfalls 50 oder 60 Jahre alt sein[/i]) plus ein um ein Vielfaches höheres Aufkommen an Spezialwissen.
Und das nennst Du dann Dau?

(Zur Erklärung was ein DAU ist: DAU=dümmster anzunehmender User. Kommt eher aus der Computerfachsprache)
XXXUnd auch schon vor dem 2.Weltkrieg wurde technisch aufwendige Fahrzeuge gebautXXX
Wollen wir uns auf rein mechanisch aufwändig einigen?
Schon, nur gab es damals auch schon elektrische Bauteile, die man als aufwendig bezeichnen könnte.

XXXAlso wenn ich mir die Elektronik in einem Rolls-Royce Silver Spirit II/Spur II (89-93) anschaue, kenne ich mindestens schon 1 Fahrzeug dieser Epoche, was ähnlich elektronisch "vollgestopft" war/istXXX
O. k. im Ärger relativiert man gerne Texte um sie zu entwerten.
Na, na. Wer wird sich denn hier ärgern?

Wir diskutieren hier doch bloß...
Sicher, Silver Spirit II / Silver Spur II waren vom rein elektronischen Aufkommen her gesehen (nur hierum ging es) mindestens ebenso aufwändig wie die XJ40 / XJ81 (und insgesamt auch Fahrzeuge eines ganz anderen Kalibers, nicht daß ein falscher Eindruck entstehen könnte!)
Sicher, ein Jaguar ist aus Sicht eines Käferfahrers auch ein anderes Kaliber.

Man muß dazu auch gar nicht bis in die Königsklasse der Automobile blicken, sondern darf auf bodenständigerem Terrain bleiben: Als der XJ40 1986 vorgestellt wurde...
Ähm, Jaguar bodenständig? Habe ich da was nicht mitbekommen.

XXXGenerell glaube ich, das der Wertzuwachs bei den XJ40 ff. in Bezug auf die Unterhaltskosten eher marginal sein wirdXXX
Detlev, "in Bezug auf die Unterhaltskosten" ist wohl nahezu (um weitere Formfehler auszuschließen) jeder Wertzuwachs eines Fahrzeuges marginal, so lange es in Deutschland nicht den Stempel "historisch wertvoll" bekommt, was hierzulande in einfacher Schwarz/Weiss-Sicht nur an Jahren festgemacht wird. Und dieses Grenzalter liegt eben bei 30 Jahren.
Also ich finde, dass siehst Du jetzt aber zu sehr schwarz/weiß. Ob jedes >30 jährige Auto unbedingt historisch wertvoll ist? Ich glaube nicht. Übrigens: Detle
fXXXZudem sind das solche Fahrzeuge, die über die Jahre ein Vielfaches ihres Marktwertes benötigen um vernünftig unterhalten bzw. gewartet zu werdenXXX
Findest Du? Nun ja, wenn man (vorsorglich: Was ich Dir persönlich keinesfalls vorwerfen möchte, ich kenne Dich ja nicht einmal) "richtig alte" Autos sammelt weil sie ganz sachlich und nüchtern einen rein wirtschaftlichen Gegenwert darstellen, wie etwa alte Gemälde,
Ja, finde ich. Rechne mal die Werkstattkosten für Inspektionen und Unterhaltung eines z.B. XJ40 zusammen. Sagen wir mal bei 25.000 km/Jahr verteilt über 10 Jahre.
Rein wirtschaftlich stellt auch ein XJ40 einen Gegenwert dar. Anlageobjekte werden alte Autos nur, wenn sie dem absoluten Hochpreissegment angehören und sehr begehrt sind. Bei Jaguar fallen mir diesbezüglich nur ganz wenige Vorkriegsfahrzeuge ein.
...Diskussionen über den Sinn und Zweck der Erhaltung von Kernschrott / Restmüll (im Grunde mehr oder weniger alle Autos im Alter zwischen sechs und 30 Jahren)...
Würdest Du Deinen Wagen als Kernschrott bezeichnen? Mal ehrlich, ich habe 2 Wagen in dieser Range, aber die sind ganz sicher kein Kernschrott!
...Ein X308 von 2002 ist heute aktuell bereits ein hoffnungslos veraltetes Fahrzeug (wenn man so will!) ...
In welcher Hinsicht? Ich habe so einen X308 im Alltagseinsatz und habe nicht das Gefühl, dass es so ist, auch wenn er über keinen CAN-Bus verfügt.
Nun kommt es aber doch darauf an wie man die Relationen sieht:
Nimmt man einen Jaguar Mk. V von 1949, einen Mk. II von 1963, einen XJ der Serie II von 1973, einen XJ40 von 1993 und einen X350 von 2003 - wo würdest Du hier in diesem Zusammenhang die Grenze zum "modernen Fahrzeug" ziehen ... vor allem da es ja in ertser Linie um die Fahrzeugelektronik ging?
Wie soll man hier von einer Grenze sprechen, da Fahrzeugelektronik in den verschiedenen Epochen garnicht verfügbar war.

Jedes Fahrzeug war zu seiner Zeit modern.
@ Marc:
XXXZitat: "... als z.B. an einen 3. geplatzen Kühlerschlauch eines E-Types während des ersten Sonntagsausflugs im Sommer"
--> Da ist es wieder, was ich jetzt langsam wirklich nicht mehr hören kann: NATÜRLICH hat man an eine Jaguar-Ausfahrt keine andere Erinnerung, als diejenige an einen kapitalen Defekt. Wie schreibt Peter so schön: "Jede Katze markiert ihr Revier" ist auch so ein blödsinniges Vorurteil, das seit zig Jahren eigentlich auf die Müllhalde der Autohistorie gehört, sich aber wohl nicht ausrotten lassen wird. Wenn die Anzeigeblättchen mit Autoteil und 1 Mio Mercedesfahrern als Dauerabonnenten so etwas schreiben, disqualifizieren sie sich nur selbst. Aber wenn hier solche Allgemeinplätze abgesondert werden, finde ich das schon schlimmXXX
Ach, wie soll man hier gegensteuern? Vermutlich kommt das einem Kampf gegen Windmühlen gleich ...
Da habt Ihr beide völlig Recht. Wenn ein E-Type vernünftig gewartet ist, und keinen Reparaturstau hat, bzw. zusammengefrickelt ist, ist das ein zuverlässiges Fahrzeug. Aber wenn man natürlich glaubt, nie die Kühlerschläuch wechseln zu müssen und auch sonstige Arbeiten durchzuführen, die dem Betrieb dieser Fahrzeuge dienen, ist man letztendlich selber Schuld. Ich bin mal gespannt, wer sich in ein Flugzeug setzen würde, das nur repariert und nicht gewartet wird. Wohl kaum einer. :

Aber bei Autos ist das für viele eben nicht selbstverständlich.
Traurig macht mich regelrecht, daß Jaguar heute eigentlich fast zu einem "billigeren BMW" herabzukommen scheint - in den Köpfen der heutigen Jugend (oder von Kurzzeitdenkern) hat sich das sogar teilweise schon festgesetzt.
Solange es sich nicht in unseren Köpfen festsetzt, bereit es mir keine Sorge. Mit dem Alter wird dann auch schon die Einsicht kommen.
Gruß
Detlef
