Hallo JagDriver,
ein Motorenöl 20W/50 ist ein reines aus Mineralöl hergestelltes Motorenöl. Die Viskosität liegt bei ca. 149 mm²s bei 40 °C und ca. 17 mm²s bei 100 °C. Als Stockpunkt wird ca. -24 °C angegeben. Der VI liegt bei ca. 131.
Das 10W/40 ist in den meisten Fällen ein gemisch aus Mineralöl und aus einem synthetischen Öl oder ein im Hydrocrackverfahren hergestelltes Öl (Hydrocrack = aufbrechen von Kohlenwasserstoffen). Die Viscosität liegt bei ca. 85 mm²s bei 40 °C und ca. 13 mm²s bei 100 °C. Der Stockpunkt ist ca. -35 °C und der VI liegt bei 161.
Die 10W/40 Öle zählen zu den sog. Leichtlaufmotorenölen. Sie zeichnen sich aus durch ein besseres Kaltstartverhalten -durch den niedrigeren Stockpunkt- und durch den besseren VI. Diese Öle wurden in den heutigen Qualitäten eigentlich für moderne Motoren entwickelt. Durch das Hydrocrackverfahren oder durch spezielle Additive verringert sich die Reibung im Motor und man kann, unter gewissen Vorraussetzungen, Spritsparen. Das 20W/50 ist bei hohen Temperaturen ist das Öl dickflüssiger als das 10W/40.
Bei der Verwendung in alten Motoren (>50 Jahre) würde ich eher zu dem 20W/50 tendieren. Leider sind diese Öle nur sehr schwer zu bekommen. Nur wenige Mineralölanbieter haben diese Öle noch im Programm. Castrol hat, soweit mir bekannt ist, ein Oldtimer-Programm. Das Programm ist aber sehr hochpreisig. Bei einigen freien Mineralölhändlern ist das Öl im 20 L-Kanister sicherlich günstiger zu bekommen.
Wenn nun kein 20W/50 zur Verfügung steht kommt ein 15W/40 dem 20W/50 am nächsten. Gegen den Einsatz eines 10W/40 ist aber auch nichts einzuwenden. Jedoch sind die 20W/50 oder 15W/40 Öle, bei Öltimern, die bessere Lösung.
Gruß Uwe