Autor Thema: Motorschaden  (Gelesen 26998 mal)

Offline Peter. J. Ortmann

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Re: Motorschaden
« Antwort #40 am: So.10.Feb 2008/ 21:38:36 »

Hallo Tom,
sehr ärgerlich eingedenk der kurzen belastungsphase, mein beileid.  Dann bin ich mal gespannt auf das bulletin  -:peter

Six Six

Offline Schmittmann

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Re: Motorschaden
« Antwort #41 am: Mo.11.Feb 2008/ 08:21:20 »
Tja, wie sagt man: da steckt man nicht drin.

Mit "Entsetzen" habe ich bei einem Blick auf den Kilometerzähler festgestellt, dass ich seitdem ich das Fahrzeug vor 10 Monaten bekam schon 14.000 Kilometer abgespult habe. Der Schaden hat sich nicht angekündigt und ich bin jetzt auch nicht entsetzt oder frustriert, da im zarten Alter von fast 39 Jahren so etwas durchaus mal vorkommen kann, was bei vielen anderen und deutlich neueren Fahrzeugen nicht unüblich ist.

Das einzig nervige ist, dass der Silberfisch bei dem wunderbare Wetter in der Garage bleiben muss :-)))

Tom

Offline Dietrich

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Re: Motorschaden
« Antwort #42 am: Mo.11.Feb 2008/ 21:46:23 »
Moin Tom,

bei 180 km/h dreht der Motor des Automatikwagens wirklich höher .....

....wartens wir mal ab.

Schöne Grüße
Dietrich

Offline Schmittmann

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Re: Motorschaden
« Antwort #43 am: Di.12.Feb 2008/ 08:49:04 »
Hallo Dietrich,

deswegen habe ich auch gezielt nach einem Schalter mit OD gesucht, obwohl ich sonst Automatikfan bin. Das Drehzahlniveau beim XJ 6 mit Automatik gepaart mit der Kraft, die ungehindert in den Wandler geht  ;D, haben mich damals zum Schalter greifen lassen.

Einige Langstreckenfahrten haben die Vorteile klar gezeigt: man kann entspannt und mit erträglicher Geräuschentwicklung mit 160 km/h reisen und ein Verbrauch von ~10 L/100 km lassen das auch zum Genuss ohne Reue werden.

Nützt nur nix mit einem Auslassventil zu wenig  :whistling

Tom

Offline Schmittmann

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Re: Motorschaden
« Antwort #44 am: Mi.27.Feb 2008/ 23:40:45 »
So, kurzer Zwischenstand:

es ist tatsächlich nur ein verbranntes Auslassventil und zwar vom 3. Zylinder... Alle anderen Ventile sind dicht, Ventilführungen bestens, Laufbuchsen in hervorragendem Zustand. Die Frage ist, warum nur dieses eine Ventil? Ventilspiel war in Ordnung, d.h. eher etwas zu weit, Vergasereinstellung, Zündung, alles im grünen Bereich.

Da scheine ich ja noch mal an Schmitz-Backes vorbeigekommen zu sein ;-)) Ventile neu einschleifen, Ventilschaftdichtungen erneuern und das wars dann - hoffentlich - mit dem Motorschaden.

Mit zuversichtlichen Grüßen

Tom


Offline Peter. J. Ortmann

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Re: Motorschaden
« Antwort #45 am: Do.28.Feb 2008/ 08:08:57 »

 Hallo Tom,

 ich würde bei der Gelegenheit den Krümmer auf dem 3ten Kanal kontrollieren ..

 Pferde vor der Apotheke und so -: Peter
Six Six

Offline Schmittmann

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Re: Motorschaden
« Antwort #46 am: Do.28.Feb 2008/ 09:39:26 »
Hallo Peter,

du meinst sicher den Ansaugkrümmer wg. Nebenluft, oder? Auspuff war/ist dicht. Ich habe allerdings einen ziemlich konkreten Verdacht: Vor 3 Monaten habe ich die Vergaser zerlegt und Dichtungen für die Drosselklappenwellen eingebaut. Dabei ist mir aufgefallen, dass a) keine Dichtungen für die Wellen verbaut waren und b) die Drosselklappen total lose in den Wellen hingen weil die kleinen Messingschrauben nicht angezogen bzw. gelöst waren.

Das erklärt dann auch, warum der Leerlauf manchmal ein Eigenleben gehabt hat, die Drehzahl manchmal bei 1500 upm hängenblieb. Nebenluft war wohl nicht zu knapp im Spiel, da zur Erreichung der vorgeschriebenen Leerlaufdrehzahl die Schrauben nicht wie angegeben ca. 2 sondern mindestens 4 Umdrehungen rausgeschraubt werden musste.

Nach dem Zusammenbau lief der Motor auf Anhieb mit den vorgegebenen Basiseinstelldaten und es war nur noch etwas "Feintuning" nötig, damit der Motor wie ein Uhrwerk lief.

Ich glaube, dass auch wenn es nur das eine Ventil erwischt hat, die Ursache hier liegt. Der Zustand der Vergaser dürfte auch nicht erst im letzten Jahr "entstanden" sein, sondern seit diversen Jahren schleichend schlechter geworden sein und dummerweise neigen die meisten Werkstätten bei ollen Karren ja nicht dazu, Ursachen zu finden und zu beseitigen, sondern behandeln oft die Symptome durch munteres Herumdrehen an den Einstellschrauben.

Wenn der Motor dann immer noch nicht optimal läuft, bekommt man gerne zu hören, dass das bei so einem alten Ding nicht besser ginge und das normal sei, früher liefen die auch nicht besser...

Bei einem Jaguar mag ich das aber nicht hinnehmen ;-))

Ich werde weiter berichten

Tom

p.s.
Die letzte AU, die noch vom Vorbesitzer im Rahmen der Vollabnahme - der Wagen stammt aus Italien - gemacht wurde, bescheinigte einen Leerlauf CO-Gehalt von 0,8... noch Fragen ???

Offline Peter. J. Ortmann

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Re: Motorschaden
« Antwort #47 am: Fr.29.Feb 2008/ 07:39:29 »

Ich glaube, dass auch wenn es nur das eine Ventil erwischt hat, die Ursache hier liegt [...] dummerweise neigen die meisten Werkstätten bei ollen Karren ja nicht dazu, Ursachen zu finden und zu beseitigen, sondern behandeln oft die Symptome durch munteres Herumdrehen an den Einstellschrauben.


Hallo Tom,

das wäre in der Tat nachvollziehbar, wenn auch nicht erklärend für genau dieses eine Ventil.  Ich bin gespannt auf Dein weiteres Bulletin und was da sonst noch ans Licht kommt.  Wie sagte doch neulich jemand:" ich würde meinen Wagen nicht einmal in der Nähe einer Jaguar-Werkstatt parken".

Wohl denn -: Peter
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Offline Schmittmann

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Re: Motorschaden
« Antwort #48 am: Fr.29.Feb 2008/ 10:07:16 »
Hallo Peter,

Wie sagte doch neulich jemand:" ich würde meinen Wagen nicht einmal in der Nähe einer Jaguar-Werkstatt parken".
das könnte ich bei manchen Händlern, die in den letzten Jahren auf den vermeintlich hippen "Jaguarzug" aufgesprungen sind, unterschreiben. Dort fängt Jaguar oft erst ab dem Jahr 2000 an, was vorher war.... Schulterzucken.

Ein bisschen graue Theorie bezüglich der Schadensursache 3. Zylinder: Könnten die Strömungsverhältnisse im Ansaugtrakt "schuld" sein? Bei einer 2-Vergaseranlage dieser Bauart sind die Ansaugwege unterschiedlich lang, der 3. und der 4. Zylinder haben die kürzesten, der 1. und 6. Zylinder die längsten Ansaugwege. Mir fällt jetzt keine fundierte Begründung ein, aber könnte das dazu führen, dass das Gemisch minimal unterschiedlich ankommt und unglücklicherweise am 3. Zylinder (respektive 4. Zylinder) magerer ist?

Bei Dietrichs Motorschaden war es auch der 3. Zylinder, der die Grätsche gemacht hat.

Bei meinem TR6 musste ich erfahren, dass die Konstellation 6 Zylinder mit 2 Vergasern nur bei relativ zahmen Steuerzeiten zufriedenstellend funktioniert. Bei einer Motorrevision wurde eine schärfere Nockenwelle eingebaut und seitdem ist der Leerlauf alles andere als 6-zylinderlike. Ich habe längere Zeit vergeblich versucht, das in den Griff zu bekommen - mittlerweile ist es akzeptabel - aber das Aha-Erlebnis kam nach dem Gespräch mit dem Vergaserspezi Adams aus Hamburg, der mir sagte, dass der Rundlauf mit dieser Nocke nur mit einer 3-Vergaseranlage bez. Einspritzung zu erreichen sei, da im Leerlauf, laienhaft ausgedrückt, ein Zylinder dem anderen das Gas wegsaugen würde, was ab einer Drehzahl ab 1200-1500 upM nicht mehr ins Gewicht fiele.

Wie gesagt, optimal wären bei einem 6 Zylinder 3 Vergaser (z.B. Weber Doppel??)

Ich denke, am Wochenende habe ich den alten Burschen wieder zurück.

Gruß
Tom 

Offline Dietrich

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Re: Motorschaden
« Antwort #49 am: Fr.29.Feb 2008/ 16:29:04 »
Moin Tom,

an dem Zylinderkopf meines XJ6 war zwar tatsächlich das Auslassventil des dritten Zylinders betroffen. Allerdings waren die Sitze sämtlicher Auslassventile mehr oder weniger oval. Zugegeben, die vom dritten und vierten Zylinder waren am meisten ovalsten, so dass der dritte Zylinder im Leerlauf irgendwann den Dienst quittierte.

kind regards
Dietrich