und hier die restlichen... zu wenig, um eine Preisstatistik zu erheben.
Beim XJS V12 Convertibles kann man eine immerhin einen Trend zwischen km-Stand und Angebotspreis feststellen. Auch, daß US-Modelle günstiger angeboten werden. Wobei die Streuungen jeweils beträchtlich sind.
Hallo
Ich hatte vor einiger Zeit Marcels Datenpool von Sexlidder-Convertibles (der, aus dem obige Graphik stammt) mal statistisch ein bisschen unter die Lupe genommen. Die Streuungen sind durchaus beträchtlich, das hat aber nichts mit der Grösse der Stichprobe (23 Fahrzeuge) zu tun, sondern widerspiegelt sicher auch recht gut die Gegebenheiten in der Grundgesamtheit. Da ich nun selber XJS-Besitzer bin und schon mit einigen anderen Besitzern Kontakt hatte und mir einige Fahrzeuge angesehen habe ist die Streuung durchaus verständlich. Denn wieviel ein Wagen wirklich wert ist, scheint mir wesentlich davon abzuhängen, wieviel der Vorbesitzer in den letzten Jahren des Besitzes in den Wagen reingesteckt hat. Darüber weiss man, wenn man nur die Anzeigen analysiert, wenig bzw. gar nichts. Tendenziell ist wahrscheinlich ein XJS teurer, als es einem die Preise in den Angeboten suggerieren, denn auch wenn dort „Top-Zustand“ oder so steht wird man meistens nochmal drauflegen müssen, bis der Wagen in einem einwandfreien Zustand ist (ist mir selber auch so gegangen und soweit ich im Forum gelesen habe vielen anderen auch...).
Der wichtigste Prädiktor für den Angebots-Preis ist und bleibt hingegen der Kilometerstand (das wird auch in Marcels Graphik für 6-Liter Convertibles sichtbar). Dies ist sicher deshalb der Fall, weil unbedarfte Besitzer sich vor dem Inserieren ihres Wagens erst mal daran orientieren, was andere Verkäufer bei gleicher Kilometerzahl so verlangen. Da auch diesen „Neu-Inserenten“ wiederum nicht bekannt sein dürfte, wie es um den Allgemeinzustand und die Servicegeschichte der inserierten Wagen steht, bleibt halt wiederum nur das Kilometer-Kriterium als Anhaltspunkt. Im Endeffekt führt das wahrscheinlich dazu, dass die Kilometerzahl angesichts des „realen“ Werts eines Fahrzeuges bei der Preisgestaltung überbewertet wird. Das heisst, dass ein Wagen mit wenigen Kilometern aber ohne werterhaltende Massnahmen tendenziell zu teuer und ein Wagen mit vielen Kilometern, der aber penibel gewartet wurde, tendenziell zu günstig verkauft wird. Mit andern Worten: Die Verkäufer wissen selber nicht, wieviel sie verlangen können/dürfen – und die Käufer erst recht nicht.
Marcels Beobachtung, dass US Modelle günstiger sind, ist auch statistisch signifikant, d.h. diese Tatsache trägt unabhängig der anderen Eigenschaften zum Kaufpreis bei.
Die am häufigsten angebotenen Farben sind wohl schwarz und brg. Da das Verhältnis zwischen „gewünschter“ Farbe und „Anzahl angebotener Fahrzeuge mit dieser Farbe“ in etwa gleich ist (ist nur eine Vermutung und würde bedeuten, dass sich der Käufergeschmack in den letzen 15 Jahren nicht geändert hat), glaube ich nicht, dass durch die Farbe an sich ein Fahrzeug mehr oder weniger wert ist. Ich konnte auch bei meinem Datenpool von Coupes keinen systematischen Einfluss der Farbe auf den Preis feststellen. Ich wollte einen XJS in blau und ich habe einen in blau – auch wenn viele andere Leute british racing green „cool“ finden... Mangels ausreichender Fälle kann aber statistisch nicht ausgeschlossen werden, dass z.B. eine bestimmte Lederfarbe (Hundekotbraun oder so) für eine Mehrheit von Kaufinteressenten ein absolutes No-Go-Argument für einen Kauf darstellt, auch wenn der Wagen sonst top ist...
Nunja, ingesamt relativ ernüchternd diese Analyse – Jag-Kauf bleibt halt auch ein „Bauchentscheid“.
Gruss
Brinky