Friede, Freude Eierkuchen, Peter....

Also, um den Ängsten entgegenzuwirken....die Chance einen Normalmotor so zu zerstören geht bei funktionsfähigen und korrekt arbeitenden Sekundärfunktionen (Schmierung/Zündung/Kühlung...etc.) gegen Null.
....oder es is was faul...(verstopfte Schmierbohrungen durch mangelnde Wartung, etc)
Die Chance einen automatikgedockten Motor dazu zu bringen sind noch geringer, der Wandler wirkt als natürliches Dämpferelement.
Bei einem Schaltgetriebefahrzeug kann das durchaus passieren wenn z.b. Bei Vollgas in einem ungünstigen Moment (man nimmt grade den Fuss vom Gas) der Gang rausspringt.
oder:
der Drehzahlbegrenzer hängt (oder man hat ihn blockiert um mehr aus der Kiste rauszuholen) und man "fett" fährt...dann den Fuss hochnimmt während man satte 1000Touren über der Max.Drehzahlgrenze hängt.
oder:
man sich bergab schlicht und einfach verschaltet und damit dem Kurbeltrieb den Todesstoss versetzt.
Es ist also im Normalbetrieb durchaus möglich so einen Schaden zu provozieren, auslegungstechnisch ist er allerdings unmöglich, heisst der Motor ist sogar noch mit Sicherheit dahin dimensioniert dass es NIE auftreten kann. Doch wie auch alles andere ist das ein Kompromiss....mehr Sicherheit, mehr Massen, höhere Kosten....etc. Manche gingen da halt an ihre Grenzen.
@Peter:
Logischerweise wirken auf das Pleuel Zug und Druckkräfte, Seitenkräfte werden bei hochgezüchteten Maschinen aus Gewichtsgründen schon mal ganz vernachlässigt. (Die sogenannten "Messerpleuel")
Biegung in Drehrichtung kommt ausschliesslich durch Reibungsübertragung in den Lagern zustande, nicht durch den eigentlichen Kraftübertragungsprozess. (Stab zwischen 2 drehbaren Lageraugen ist Biegekraftfrei!) Hier ist die Knickgefahr viel Grösser. Ausser wenn die Schmierung versagt....!
Also darf man das Pleuel durchaus als rein Zug- und Druckbeansprucht betrachten, die Biegung in Rotationsebene wird im Normalfall schon damit erschlagen dass man das Pleuel so breit wie seine Lagerschale macht. Zudem zerrt ja nicht nur das Pleuel am Lagerauge, sondern auch der Kolben mit Bolzen...das sind im Normalfall schon mal weitere 500 Gramm mindestens.....und das ist ne Menge bei der Beschleunigung.
Nimm mal ne Endgeschwindigkeit von 20m/sec bei 0,5kg = ca. 50N
F= M x V2 / 2.....das wären schon mal ca. 1000kg die je 0,5kg bewegter Masse am Lager zerren!
Dem gegenüber steht z.B. bei einem Verbrennungsdruck von 40bar und 60mm Kolbendurchmesser eine Druckkraft von 1200N, also ca. 120kg im Arbeitstakt!
Jetzt nich an den Zahlen festmachen, aber nur mal so wegen der Grössenordnung....
Gruss
Peter