Aber noch besser wäre ein Vorher/Nachher Foto, sonst weiß ja keiner, ob die ganze Prozedur wirkungsvoll war.
Moin Florian,
ein Vorher-Nachher-Vergleich beweist nichts. Ich sehe der Wagen ist sauberer nach der Wäsche + Wachsauftrag als vorher und das er glänzt. Der Lack des Testwagens ist nicht der Beste: schon etwas matt und griesig (zudem seit Wochen nicht gewaschen - siehe Bild c41_P. Das Hinterher ist überhaupt kein Vergleich.
Ich dagegen will wissen, ob mein Wachs die gleichen Ergebnisse bringt wie ein Premiumwachs für mehrere hundert Euro.
Auch das Foto beweist nichts. Wer eine Katze im regency red besitzt, sieht, das diese in Abhängigkeit von Sonne und Farbtemperatur von hellrot bis dunkelbraun changiert.
Einen Vergleich kann ich allenfalls im Labor unter konstanten Bedingungen anstellen. Das selbe Auto im selben Zustand wird bei unterschiedlichen Tageszeiten anders scheinen.
Was ich als Beobachter dagegen feststellen kann ist: der Wagen glänzt. Ganz erheblich sogar. Das hat was mit der Totalreflektion des Lichtes und dem Grenzwinkel auf den Medien Wachs/Terpentinöl zu tun. Die Brechzahl von Terpentinöl ist annähernd die von Glas. Sobald sich das Öl verflüchtigt, wird dieser Effekt verblassen. Das passiert auch den Swissöl-Anwendern. Alle 3-6 Monate muß ein neuer Auftrag her.
Das Ergebnis dieser Wachsexperimente ist schon außerordentlich. Den Testwagen habe ich vor dem Wachsauftrag nur gewaschen, den Lack jedoch nicht mit Lackreiniger behandelt ( um Diffusionsvorgänge mit Terpentinöl zu beobachten; diese haben nicht stattgefunden, es gibt also noch Reserven).
Um dennoch einen Vergleich zu haben mit anderen Polituren, habe ich die Kofferaumhaube abschnittsweise mit Sonax-Lackglanz und meiner Wachsmischung bearbeitet. Das Ergebnis ist in der Tat bemerkenswert.
Die Sonax-Abschnitte zeigen eine geringere Farbintensität. Zudem wirken sie etwas heller als die Wachsabschnitte. Das ist möglicherweise auf Pigmentanteile der Sonaxpolitur zurückzuführen, welche das Licht diffuser brechen und Streuungen verursachen. Am besten sieht man den Effekt beim Grenzwinkeleinfall des Lichts: kreisrunde Schleifspuren als Ergebnis von hunderten Wasch-und Poliergängen werden in den Sonax-Abschnitten deutlich sichtbar. Auf den Wachsabschnitten dagegen nicht.
Fazit: Ich werde erstmal das Langzeitergebnis abwarten. Und ich werde die Rezeptur variieren, um das Ganze leichter zu verarbeiten ( wer jemals ein altes Möbel mit Schellack poliert hat, weiß wovon die Rede ist). Auf den Zusatz von Zimt, Maracuja oder Fruchtzwerg kann ich verzichten. Ich will das Zeuchs ja nicht vermarkten.
Peter