Autor Thema: Simmering am hinteren Getriebeflansch ausbauen?  (Gelesen 4177 mal)

Offline haryjag

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Simmering am hinteren Getriebeflansch ausbauen?
« am: Fr.04.Sep 2009/ 15:48:46 »
Hi, Kann ich den Simmerring am hinteren Getriebeflansch ohne Getriebeausbau tauschen?
Am Boden befinden sich ein paar tropfen, der Auspuff ist leicht verölt und riecht eindeutig nach Hypoid Öl. Im Oktober ist der TÜV fällig. Gruß Hary  ???

Offline Martin Welsch

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Re: Simmering am hinteren Getriebeflansch ausbauen?
« Antwort #1 am: So.06.Sep 2009/ 16:15:07 »
Hallo Hary,

bist du sicher das es der hintere Simmering ist?  Könnte auch der Simmering vom Tachoantrieb sein. :gruebel
Ob man den Simmering ohne Ausbau tauschen kann weis ich nicht. Wenn die Auspuffanlage ab ist und die Kardanwelle raus ist  muss man immer noch an den alten Ring kommen zum rausholen.
Glaube ich eigentlich nicht.
Den Ring vom Tachoantrieb hab ich schon getauscht. Das geht so wenn man eine Bühne nutzen kann.
Zum TÜV wird kurz vorher nochmal trocken gewischt. :whistling

Grüße
Martin 8)

Offline haryjag

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Re: Simmering am hinteren Getriebeflansch ausbauen?
« Antwort #2 am: So.13.Sep 2009/ 13:15:37 »
Hi Martin, hab’s mir noch mal angeschaut. Der Tachoantrieb scheint’s nicht zu sein. Die ganze Getriebeaufhängung ist voll mit ÖL, und beim Tacho nur leicht feucht. Ich kann nur den Kardanantrieb nicht einsehen. Bin gestern zum Meilenwerk nach Stuttgart gefahren (180 KM) und hatte schon wieder tropfen am Getriebe und an den Endtöpfen. Naja hoffe der TÜV passt.  So wie Du es sagst: Trocken wischen und mit geschlossen Augen durch :whistling

Offline GeM-Jag

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Re: Simmering am hinteren Getriebeflansch ausbauen?
« Antwort #3 am: Fr.27.Nov 2009/ 17:13:09 »
Das Problem mit undichtem Getriebesimmering hatte ich vor einigen Jahren an meinem E Serie 2 Roadster auch. Ich erhielt dann den Tip, daß ein Wechsel ohne Ausbau des Motors oder des Differentials möglich ist. Und es ist wirklich möglich! Hierzu wird der Auspuff ausgebaut, die Getriebeaufhängung mit der Feder abgebaut (Getriebe abstützen), die Kardanwelle am Getriebe abgeschraubt und seitlich nach oben weggeschoben (evtl. mit Holzklotz im Tunnel fixieren). Dann wird der Splint aus der Kronenmutter gezogen und diese abgeschraubt und der Getriebeflansch abgezogen.
Jetzt hat man den Käfig des Simmerings vor Augen. Um die Schlitzschrauben zu lösen, habe ich einen alten großen Schraubenzieher abgesägt und in eine entsprechende Nuß geschweißt. Mit einer Knarre habe ich die 4 Schlitzschrauben ausgeschraubt. Schwierig ist die obere Schraube, hier ist ein Spiegel hilfreich. Hilfreich ist auch eine Holzlatte, mit der man Druck auf die Knarre ausüben kann, damit der Schraubenzieher nicht aus dem
Schlitz rutscht und die Schraube verorgelt. Die Kosten für die Dichtung und den Simmering stehen in keinem Verhältnis zu der Zeit die man immer noch für die Reparatur aufwenden muß. Deshalb sollte man überlegen, ob nicht doch Arbeiten am Motor oder Hinterachse anstehen, um damit den Wechsel des Getriebesimmerings zu verbinden.

Gruß
Gerd