Hallo Florian,
unterschreibe ich alles!
Und um es aufzugreifen und die Psychiologie mit hinein zu bringen:
Wer einen Extremsport (damit meine ich jetzt nicht Cross-Fahren Thomas)
betreibt, der tatsächlich Leib und Leben in hohem Maße gefärdet (Base-
Jumping for instant) offenbart damit zwei Dinge: 1. er (oder sie selbstredend
wobei es bei ERs häufiger vorkommt), er also hat ganz offensichtlich in seiner
beruflichen Tätigkeit für mich als Arbeitgeber nicht die Tätigkeitserfüllung
gefunden, die ich mir als Arbeitsgeber für den vollen Einsatz wünsche, und
2. ist er oder sie zumindest nahe an einer borderline - Persönlichkeit dran.
Wie gesagt, nicht der Crossfahrer Thomas, der im fest reglementierten Rahmen
des Sports kämpft und sich beweist - aber jeder, der auf der allgemeinen
Straße, BAB, Stadt oder Landstraße riskant überholt, links und rechts überholt,
viel zu dicht auffährt, Leute provoziert, rennen fährt.
Bleibt jetzt nur noch die Frage, ob alle in allen ihren mehr oder weniger selbst
gewählten Berufen und Berufungen die notwendige Selbstverwirklichung,
Selbstbestätigung und Lebenszielsetzung finden können.

Ich glaube nein!

Ich nehme an, wir beide , Florian, sind mehr oder weniger da, wo wir uns selbst
auch sehen und uns wohlfühlen - jeweils in Führungspositionen. Sicher mit anderen
"betrieblichen" Zielsetzungen, aber ich denke, wir geben alles

Als Marx den Begriff der entfremdeten Arbeit definierte meinte er das vor allem
im ökonomischen und Besitzstandssinne. Ungleich wichtiger als die Teilhabe am
VEB Oberhemden und Gürtelschnallen erachte ich die Entfremdung von meinem
eigenen Wollen und Streben, von meinem Spaß an der Sache. Erst daraus entwickelt
sich ausreichend intrinsische Motivation, die wieder allen zu Gute kommt. Die Arbeit
am Fliesband kann dies nicht einmal für einfache Gemüter leisten - eher wird das
Gemüt dadurch noch einfacher. So, und jetzt ist das ganz große Fass auf: Ist es
überhaupt möglich, möglichst allen ihren Fähigkeiten und Wünschen entsprechend
eine Berufung (!) zu geben

Ich merke gerade wieder, wie glücklich ich bin, meine gefunden zu haben

Gruß,
Ralf