Autor Thema: Spritbericht Oldtimer Markt 12/2010  (Gelesen 16688 mal)

Offline Marcel

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Re: Spritbericht Oldtimer Markt 12/2010
« Antwort #10 am: Di.28.Dez 2010/ 14:47:04 »
Hallo Tom,

ich bin erst wieder am 5. Januar in Tirol... dann weis ich es.
Schicke sie mir einfach, wenn ich sie dann doppelt haben sollte freut sich bestimmt derjenige, dem ich sie weiterreichen kann.

Viele Grüße,

Marcel.
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Offline ChrisvZ

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Re: Spritbericht Oldtimer Markt 12/2010
« Antwort #11 am: Mi.29.Dez 2010/ 03:59:12 »
lt. der Liste welche Roland aufzeigte darf ich mit meinem XJS von 1992 kein E10 fahren. Ich habe an 10. Stelle ein "E" stehen.

Moin Ingmar,

die Liste ist nicht unbedingt vollständig bzw. korrekt. Laut Werkstatthandbuch darf die Serie III bis max 10% Etahnol tanken. Schau doch mal bei Dir nach, ich kann mir nicht vorstellen, dass es beim XJS anders sein sollte.

Viele Grüße
Christian
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Offline thomas.renggli

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Re: Spritbericht Oldtimer Markt 12/2010
« Antwort #12 am: Mi.29.Dez 2010/ 08:57:40 »
Hier die Antwort auf die Frage der Benzinqualität für XJS 6.0 des technischen Leiters des Generalimporteurs für Jaguar in die Schweiz:

"Der JAGUAR 6.0L V12 Motor kann trotz seiner hohen Verdichtung mit 95 Oktan Bleifreibenzin betrieben werden, für tägliche Fahrten bei normaler Fahrweise kein Problem. Bevorzugen Sie eine sportliche forsche Fahrweise und möchten die Motorleistung voll ausnutzen (z.B. auf deutschen Autobahnen, wo es keine Tempolimiten gibt), so empfehlen wir Ihnen 98-Oktan Bleifreibenzin zu tanken....In Bezug auf E10: ...Primär ist die Oktan Zahl massgebend. Achten Sie dann darauf, dass der Kraftstoff Minimum 95 ROZ Limit entspricht. Der Rest ist OK solange der Treibstoff der EU-Norm entspricht. Es wird jedoch kaum möglich sein, dass E10 auf 98 ROZ kommt".

Beste Grüsse und schönes Jahresende wünscht
Thomas

Offline Marcel

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Re: Spritbericht Oldtimer Markt 12/2010
« Antwort #13 am: Mi.29.Dez 2010/ 09:55:11 »
Hallo Thomas,

E10 mit einer Klopffestigkeit von ROZ 98 darzustellen sollte kein Problem sein, wenn dies mit E5 möglich ist. Reines Ethanol hat eine Oktanzahl von mehr als 110.
Link
Ethanol wurde Benzin begement, um die Klopffestigkeit durch den Wegfall von Bleiteraethyl zu kompensieren... .

Den 95-Oktan-Kraftstoff auf E10 umzustellen hat mit Sicherheit wirtschaftliche Gründe der Mineralölkonzerne - viele Fahrzeugbesitzer werden aus Angst auf das teurere 98-Oktan Benzin umsteigen... das in Deutschland nicht nur 3 Rappen, sondern mindestens 5ct/Liter teurer ist... .

Viele Grüße,

Marcel.

PS: Dein Motor schiebt den XJS auch mit Eurosuper (95 Oktan) ohne Folgeschäden auf 257 km/h.
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Offline V-Mann

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Re: Spritbericht Oldtimer Markt 12/2010
« Antwort #14 am: Mi.29.Dez 2010/ 16:18:48 »
PS: Dein Motor schiebt den XJS auch mit Eurosuper (95 Oktan) ohne Folgeschäden auf 257 km/h.
Moin Marcel,

Das will ich ja auch wohl meinen  8)

Aber mit E10 vielleicht sogar auf 259 km/h ??

Ich dachte bisher:
Ethanol erreicht durch höhere Oktanzahl mehr Leistung und durch geringeren Brennwert einen höheren Verbrauch?!

Wie ist das eigentlich in außereuropäischen Ländern in denen Jaguare fahren??
Dort gibts bestimmt wieder ganz andere Mischungen?

Gruß
Florian
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Offline Willi

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Re: Spritbericht Oldtimer Markt 12/2010
« Antwort #15 am: Mi.29.Dez 2010/ 16:19:26 »
Hallo,

weiß denn jemand, wie es mit dem " alten" 5.3 L ( bis 1990 ) aussieht ?
Die E10 Liste fängt ja erst ab 91 an.

Gruß Willi

Offline Marcel

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Re: Spritbericht Oldtimer Markt 12/2010
« Antwort #16 am: Mi.29.Dez 2010/ 16:57:49 »
Hallo Willi,

was steht denn in Deinem Fahrerhandbuch dazu?

Florian, der Heizwert von Ethanol liegt nicht mal 50 % von Ottokraftstoff - und von nichts kommt quasi nichts (erster Hauptsatz der Thermodynamik). Du kannst den Zündzeitpunkt bei höherer Oktanzahl früher legen oder die Verdichtung erhöhen - was sich bis zu einem gewissen Grad positiv auf den Wirkungsgrad und damit Verbrauch auswirkt. Vorausgesetzt, der Motor bietet überhaupt die Einstellparameter und ist auf die höheren Belastungen (Spitzendruck und -temperatur) ausgelegt.

Viele Grüße,

Marcel.
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Offline ChrisvZ

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Re: Spritbericht Oldtimer Markt 12/2010
« Antwort #17 am: Mi.29.Dez 2010/ 17:58:30 »
Hallo Willi,
Laut Werkstatthandbuch darf die Serie III bis max 10% Etahnol tanken. Schau doch mal bei Dir nach, ich kann mir nicht vorstellen, dass es beim XJS anders sein sollte.
Das WHB umfasst alle Motorisierungen und Baujahre der XJ Serie III vor 1992. Es würde mich, wie gesagt, schon sehr wundern, wenn das nicht auch auf den XJS zutreffen sollte, aber zur Sicherheit solltest Du selbst noch einmal nachschauen.


@ Florian:
Ich dachte bisher:
Ethanol erreicht durch höhere Oktanzahl mehr Leistung und durch geringeren Brennwert einen höheren Verbrauch?!
So ist es. Bei unserem Alltagsauto steigt bei Betankung mit E85 die Leistung um 20% und der Verbrauch um 25-30%. Es rechnet sich aber dennoch, denn E85 kostet bei uns um die Ecke 85 bis 89 Cent/Liter. Voraussetzung ist allerdings, wie Marcel bereits gesagt hat, dass die Motorelektronik die Oktanzahl von >100 überhaupt erfassen und die Einstellung entsprechend anpassen kann.

Viele Grüße
Christian
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Offline V-Mann

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Re: Spritbericht Oldtimer Markt 12/2010
« Antwort #18 am: Mi.29.Dez 2010/ 18:06:12 »
... von nichts kommt quasi nichts (erster Hauptsatz der Thermodynamik).

Moin Marcel,
danke für die Infos

Ich dachte immer das war dieser Energieerhaltungssatz?  :gruebel  8)

Verdichtung erhöhen heißt doch mehr Brennstoff oder?
Dann müßte, um Kraftstoff zu sparen, die Leistung ja erheblich zunehmen?

@Christian:
Ich fahre mit meinem PickUp ja auch so einen Flexifuel und habe auch schonmal E85 ausprobiert. Die Steuerung soll das Mischungsverhältnis selber ermitteln können?!
Einen Vorteil hatte ich nicht entdecken können, nun tanke ich immer schnödes Super.
Denn für E85 müßte ich extra einen Umweg fahren  :whistling

Gruß
Florian

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Offline ChrisvZ

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Re: Spritbericht Oldtimer Markt 12/2010
« Antwort #19 am: Mi.29.Dez 2010/ 18:48:45 »
Die Steuerung soll das Mischungsverhältnis selber ermitteln können?!

Hallo Florian,

ja, da die Fahrzeuge nicht nur auf reinen Benzin- oder E85-Betrieb ausgelegt sind, sondern auch mit beliebigen Mischungsverhältnissen fahren können, muss die Elektronik diese ermitteln und verarbeiten können. Kann es sein, dass Dein PickUp evtl so ausgelegt ist, dass er E85 zwar verträgt, aber nicht in mehr Leistung umsetzen kann? Bei meinem ist der Unterschied schon recht deutlich zu spüren.

Viele Grüße
Christian
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