Hallo zusammen!
Eigentlich ist dieser Beitrag sozusagen die Fortsetzung meines anderen Beitrages unter dem Titel "Ventilschaftdichtungen / Serie 1", aber jetzt geht es inzwischen gar nicht mehr um die Dichtungen, daher mache ich lieber einen neuen auf. In der Suche konnte ich leider keine passenden Beiträge finden.
Zur Sache: Mein Motor klackert, bzw. rattert. Nach sorgfältigem Abhören ist relativ sicher, dass das Geräusch von den Auslassventilen herrührt, von der hinteren Seite zur Spritzwand hin. Der Zylinder wurde erst vor kurzem überholt, neue Ventile, neue Ventilschäfte, und die Sitze wurden gefräst. Die Federn sind die alten, wurden aber geprüft.
Das Rattern war erst relativ leise (wie ein falsches Ventilspiel) und wird nun scheinbar immer lauter (oder ich höre immer mehr hin!). Ich habe die Nockenwellenlager geprüft: keine Einlaufspuren, ich habe die Stößelbecher geprüft, alles O.K., Steuerkettenspannung wie im Handbuch beschrieben ... Dann habe ich auf einen guten Tipp hin die Haltebleche für die Stößelführungen montiert: keine Veränderung ... Die Federn sind nicht gebrochen.
Man könnte also auf Kolbenbolzen schließen, oder Pleuellager. Es handelt sich vom Geräusch und der Frequenz her aber um mehr als nur einen Zylinder. Der Öldruck ist perfekt, der Ölverbrauch minimal. Das Klackern wird bei Motorerwärmung leiser und ist drehzahlabhängig – je höher, desto weniger –, aber nicht vom Gaswechsel, so wie ich es von Kolbenkippern oder Pleuellagern her kenne.
Ich musste mit dem Geklapper nach Hause fahren, auf der Autobahn bei konstant 100 bis 120 kmh, runde 200 Kilometer. Das Geräusch blieb dabei unverändert und ist bei ca. 2500 U/min kaum zu hören!
So jetzt kommt es – und hier hoffe ich von euch einen Tipp zu bekommen, bevor ich den Motor ausbaue: Mein "toller" Motoren-Instandsetzer (der hat die Ventilschäfte getauscht) hat mir zu einem größeren Ventilspiel geraten: Anstelle von 0,3 (E) und 0,35 (A) besser 0,35 (E) und 0,4 (A). Zusätzlich hat der Vogel die neuen Ventile auf das Grundmaß gekürzt, aber so viel, dass ich nun Übergröße-Shims einsetzen muss, mit denen ich das Ventilspiel leider nicht super exakt einstellen kann.
Ich vermute also, da rattern zwei, drei Ventile. Laut diesem "Fachmann" aber stimmt das höhere Ventilspiel und kann nicht der Grund dafür sein. Der Motor schüttelt sich zudem leicht ...
Ich habe bislang ja nur simple "Anti-Klapper-Maßnahmen" vorgenommen. Bevor ich den Motor rausrupfe und von unten dran gehe, möchte ich wissen, ob der JX 6-Motor so empfindlich auf das Ventilspiel reagiert, dass 0,05 mehr so viel ausmachen können?
Vielen Dank für die Hilfe, Tom