Hallo Udo,
XXXTatsache ist jedoch, dass die Ingenieure nach diesen Laufleistungen mit den ersten Motorreparaturen rechneten (keineswegs mit kapitale Schäden! Davon habe ich auch nie gesprochen!XXX
dann war das Ganze sicherlich ein Mißverständniß!
Immerhin hattest Du bei einem simplen verbrannten Auslaßventil zu einem Überholung des Triebwerks bzw. gar zu einem Austauschmotor bei nur 160.000 km geraten ...:
XXX3. Zustand des Shortblocks beurteilen und dessen Überholung erwägen.
4. Wenn 2. und 3. zu teuer kommt evtl. Tauschaggregat ins Auge fassenXXX
XXXDummerweise bestehen auch Jaguarmotoren nicht nur aus den mechanischen Komponenten und auch Jaguar-Ingenieure waren gezwungen, mit demselben Wasser zu kochen, wie alle anderen auchXXX
Sicher, darum ging es ja Deine Punkte betreffend auch um Motoren einer bestimmten Epoche und nicht ausdrücklich um Jaguar-Motoren.
XXXDemnach halten z.B. Dichtungen bei Jaguar genau so lange, wie bei allen anderen auchXXX
Das würde ich so nicht sagen, die ursprünglichen Zylinderkopfdichtungen des 3,6-l waren deutlich kurzlebiger.

XXXChemische Veränderungen des Materials bleiben auch beim Jaguar nicht aus. Schwingungen greifen das Material genauso bei Jaguar an, wie bei allen anderenXXX
Wie schon gesagt: Es ging (zumindest mir) bei der Widerlegung Deiner ursprünglichen Aussagen keineswegs um ein Inschutznehmen etwa "heilger Jaguar-Motoren", es ging pauschal um Motorkonstruktionen größerer Hubraumklassen der 80er und 90er Jahre.
XXXMan sollte sich dabei vor Augen halten, dass zur Entwicklungszeit (Ende der 70er - Mitte der 80er) die ausgefeilten Computersimulationen der heutigen Zeit noch nicht zur Verfügung standenXXX
Sorry, aber das stimmt nicht!
XXX"Entwicklungshilfen" die heutzutage bei der Konstruktion gang und gäbe sind, wie z.B. die Verwendung von Finiten Elementen wären damals nur unter massivem Grossrechnereinsatz möglich gewesen (wenn überhaupt!)XXX
Eine rechnergestützte Motorenkonstruktion ist bei allen namhaften Herstellern seit der zweiten Hälfte der 60er Jahre obligatorisch, wobei etwa dem heutigen Niveau entsprechende effektiv notwendige Rechnerleistungen für eine Motorenkonstruktion allerdings erst in den 80er Jahren erreicht wurden (immerhin ...).
XXXHeutzutage kann das jeder Ingenieur auf einem handelsüblichen PC bewerkstelligenXXX
Das ist ganz sicher richtig, darum braucht man heute ja auch nicht mehr unbedingt Großrechneranlagen dafür - ein Fortschritt!
XXXIch stimme der allgemeinen Einschätzung zu, dass Block und Triebwerk durchaus höhere Laufleistungen vertragen. Aber spätestens bei Bauteilen wie Wasserpumpe, Steuerkettenspanner (oder je nach Konstruktion: Riemenspanner) Thermostat (...)XXX
Da stimme ich Dir uneingeschränkt zu - allerdings sind alle aufgeführten Komponenten simple Verschleißteile, die nicht zum von Dir empfohlenen Austauschmotor oder einer Überholung des Triebwerks selbst führen sollten ...
Im Grunde scheinen wir uns da doch völlig einig zu sein, wie gerade der erste Satz im oberen aktuellen Zitat von Dir zweifellos zeigt. Wozu dann darüber diskutieren? Du hattest Dich halt in Deiner ursprünglichen Aussage (s. w. o.) geirrt. Macht doch nichts!

XXXund den vielen elektronischen Komponenten des Motormanagements (z.b. Potentiometer in Luftmengenmessern oder an Drosselklappen) hört das aufXXX
Zum Glück hat der AJ6 im XJ40 gar keinen mechanischen
Luftmengenmesser mit verschleißträchtigem Potentiometer mehr - statt dessen hat er einen
Luftmassenmesser (auch wenn hier selbst im deutschen Werkstatthandbuch ein Übersetzungsfehler ... einer von sehr vielen übrigens ... zu finden ist).
Luftmassenmesser arbeiten aber konstruktionsbedingt
vollkommen verschleißfrei.
Der Drosselklappenpositionssensor (TPS) hingegen unterliegt in der Tat einem gewissen elektromechanischen Verschleiß und muss sicherlich alle paar hundertausend Kilometer ausgetauscht werden - kein Akt!
XXXDem waren sich die Entwickler durchaus bewusst. Gerade die vielen elektronischen Module bereiten vor allem im Service heutzutage die größten Probleme, da sie nicht unbegrenzt lagerfähig sind und sich die Nachfertigung aus ökonomischen Gründen von selbst verbietetXXX
Udo, ich weiß doch, daß Du einen 420 G fährst (ein herrliches Auto übrigens!).

Das ist durchaus imponierende Mechanik - mein ältestes Auto wird im nächste Jahr sogar 50 Jahre alt und ist rein mechanisch (das ist sogar mein einziger Wagen mit einem richtig noch mit einem Schalthebel zu schaltenden und dazwischen mit dem Fuß per Pedal zu kuppelnden Getriebe und einer Lenkung ohne jede Servounterstützung!).
XXXEine falsche Gemischaufbereitung oder Zündung aufgrund fehlerhafter Elektronik hält aber der stärkste Motor nicht ausXXX
Das stimmt ... darum gibt es ja auch den Fahrzeugzustandsmonitor, der einen nie über die Qualität der von den vielen Systemen übermittelten Signale im Unklaren läßt.
Liefert er eine Fehlermeldung, dann liegt definitiv auch ein Fehler vor ... manchmal allerdings auch nur bei einer unsauberen Steckverbindung.
Ich kann nur jedem dringend raten dies nicht zu ignorieren - alle Fehler, die mein Wagen mir darüber bisher mitgeteilt hat waren auch vorhanden, auch wenn es sich zum Glück bis jetzt nur um einen schon durch die Fehlermeldung lange vorher angekündigten Defekt des Leerlaufregelventils (bzw. dessen Schrittmotors) und ansonsten nur um Übertragungsfehler im Überwachungssystem selbst handelte.
Gerade letztere dürfen keinesfalls ignoriert werden - meist liegt es nur an einer unsauberen Steckverbindung! Ignoriert man das oder lacht sogar darüber, dann fährt man zumindest diesen Teilbereich betreffend zukünftig "blind".
Ich weiß zwar nicht ob man das bei einem alten XJ40 mit "Mäusekino" auch wirklich zuverlässig hinbekommt aber ab MJ '90 ist das definitiv kein Thema.
XXXIch werde einfach einmal anfragen, ob ich bezüglich der projektierten Laufleistungen der XJ40-Aggregate etwas bekommen kann, dass ich hier veröffentlichen darf (ist ja schliesslich kein brandneues Auto)XXX
Das wäre sicherlich interessant!

XXXUm allen Spekulationen und Begehrlichkeiten direkt vorzubeugen: Dies ist eine Ausnahme! Meine Quellen werde ich nicht preisgeben und ich werde sie auch nur im Notfall bemühen. Schliesslich haben diese Leute noch mehr zu tun, als meine Neugier zu befriedigenXXX
Na komm, das hättest Du aber jetzt nicht schreiben dürfen - damit hast Du uns (zumindest mich) doch erst recht neugierig gemacht! Logische technische Erklärungen und Vorgaben des Herstellers mit den entsprechenden Quellenangaben (!) sind eine Sache, Zitate und Aussagen mit unterdrückter Quellenangabe aber eine andere ...

Viele Grüße
Peter