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Jaguar-Technikforum => Allgemeine technische Themen => Thema gestartet von: Dietrich am Mo.17.Mär 2008/ 15:57:16
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Moin gents,
ich möchte Euch einfach mal mit einem Problem eines eher einfach gestrickten Fahrzeugs überraschen. Mal sehen, ob ich die Lösung, die ich nicht kenne von Euch erhalte.
Audi 80 GLS, Automatik von 1978: Vor dem Starten des Autos muss man ein bis zwei Mal das Gaspedal durchtreten. Sodann wird die Startautomatik des Vergasers aktiviert. Das funktioniert auch sehr schön. Das Auto spingt willig an und läuft im Leerlauf wie eine Biene, natürlich mit entsprechend erhöhter Drehzahl im Kaltstartmodus.
Lege ich dann "D" oder "R" ein, geht der Motor einfach aus und springt anschließend nur sehr widerwillig oder gar nicht mehr an. Gibt man dann etwas Bremsenreiniger hinzu, springt der Motor sofort an und geht nach kurzer Laufzeit einfach wieder aus, selbst wenn "D" oder "P" nicht eingelegt werden.
Anschließend hat man ca. 15 bis 30 Minuten Zeit, sich zu ärgern, versucht es erneut und plötzlich springt der Motor willig an und das Auto fährt vollkommen problemlos.
Was ist das ?? Wo liegt der Fehler ??
Schönen Dank im voraus für die Beiträge
kind regards
Dietrich
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Hello Dietrich,
ich hätte jetzt drauf getippt, das irgendwo Feuchtigkeit eingedrungen ist. Das Spielchen kenne ich vom alten Golf meines Vaters. Springt besch... an, aber wenn er im Stand läuft ist alles gut. Aber sobald der 1.Gang eingelegt wird geht er aus oder läuft nicht mehr auf allen Zylindern. Ist nur ne Vermutung...
Gruß
Carsten
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Hallo Dietrich,
ich glaube..da kann ich was beitragen: ;D
Automatikfahrzeuge dieser Baugeneration mit "schwachbrüstigen" Motoren (auch BMW,Mercedes....etc., also nix gegen Audi) mussten den Drehmomenteinbruch irgendwie bekämpfen wenn der Wandler belastet wurde. Da es mit dem Leerlaufdrehmoment ohne elektronische Möglichkeiten nicht weit her war. Also...Funktion war klinisch einfach und wirkungsvoll:
Kleine Venturi-Saugvorrichtung in der Steuerplatte des Getriebes an der Abtriebseite...Unterdruckschlauch davon zu einer Bypassanfettung im Vergaser..fertig. Wird jetzt ein Gang eingelegt saugt das Dinge und es wird etwas angefettet. Damit geht der Motor nicht aus. Nachteil: Mit den Jahren setzen sich diese Schläuche gerne mit Öldämpfen zu und verharzen....sowas wie Plastik-Arteriosklerose..... ;D
Dein Effekt wäre damit erklärbar, weil:
Er saugt nur ungenügend....heisst Gang rein, Motor aus. :'(
Bremsenreiniger rein.....klar, der is Brennbar....springt an! Dannisser aber schon zu fett und stirbt ab weil das Dinge auch nur wieder seeeehr langsam zurückgeht!
Nach ein paar Minuten is der spuk wieder da wo er zu Anfang war und es geht wieder. ???
Also....Such einfach mal einen dünnen Schlauch (Unterdruckschlauch) so mit 4 mm Durchmesser der vom Vergaser Richtung Automatik im Getriebetunnel verschwindet..... :whistling
Der wärs dann...hatt' ich mal bei nem Mercedes etwa gleicher Bausaison. :-X
Freimachen, durchpusten...ersetzen...was auch immer! Dann müsste es vorbei sein!
Gruss
Peter 8)
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Danke meine Lieben !
Ich werde insbesondere die Sache mit dem Unterdruckschlauch mal beherzigen. Die Sache mit der Feuchtigkeit leuchtet mir zunächst nicht ganz ein.
Heute Abend hatte ich den Spaß wieder, als ich das Auto zwecks Wechsel der hinteren defekten Radbremszylinder in das Werkstattgebäude fahren wollte.
Auto an - läuft super - "D" rein - Auto geht sofort aus - Auto wieder an - zwei, drei Minuten bei "P" laufen lassen - "D" rein - ab ging´s
kind regards
Dietrich
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Moin gents,
ich habe mir mal das Auto heute angesehen. Am Vergaser stecken zwei Unterdruckschläuche.
Der eine geht zum Haupt-Unterdruckschlauch, mit dem auch der Bremskraftverstärker betätigt wird. Von dort geht ein zweiter kleiner Schlauch zur Unterdruckdose des Verteilers.
Ein andere kleiner Schlauch geht von der anderen Seite der Unterdruckdose des Verteilers zum (vermutlich) Thermofühler an einem kleinen Kühlwasserschlauch, an dem natürlich ein elektrischer Kontakt sitzt. Von dort geht ein vierter kleiner Schlauch zum Vergaser.
Zum Getriebe führt kein Schlauch. Aber ich habe die Schlauchverbindung über den Thermofühler als Attentäter im Verdacht.....
Habe ich was übersehen ?
kind regards
Dietrich
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Hallo,
ich hatte auch mal ein Auto mit Vergaser und Automatik, da war beim kalten Motor die Leerlaufdrehzahl so hoch dass das Motor beim Einlegen vom Gang nicht ausgegangen ist.
Gab aber jedesmal einen deutlichen Ruck.
Gruß Martin
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Danke Martin,
die Leerlaufdrehzahl in "P" und "N" im Kaltstartverhalten ist mit ca. 2200 rpm eigentlich vorschriftsmäßig.
Ich überprüfe mal, ob das Auto bereits ausgeht, wenn ich die Bremse trete, oder erst, wenn ich die Fahrstufe einlege.
Im übrigen hat mein XJ (den ich mit dem Audi gar nicht erst verglichen haben möchte) auch eine Doppelvergaseranlage und Automatikgetriebe.
Allerdings ist die AED-Startautomatik beim XJ rausgeflogen und durch einen manuellen shoke ersetzt worden.
Dieses ganze Startautomatik-Gedöns mit Unterdruckleitungen und Kabelage hier und da am Audi ist mir nicht geheuer.
kind regards
Dietrich
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Moin meine Lieben,
die Leerlaufdrehzahl ist erst mit 3000 rpm +/- 200 vorschriftsmäßig - steht im Buch " So wird´s gemacht".
Inzwischen habe ich einen erneuten Analyseversuch unternommen und ohne vorherige Lektüre des Buches natürlich abgebrochen.
Nach Lektüre des Buches ist mir glatt übel geworden, welche Bauteile an diesem Vergasersystem so alles überprüft werden müssen. In der Zeit synchronisere ich glatt die vier Vergaser eines E V12.
Da lobe ich mir die Vergasertechnik von SU oder Stromberg.
Ich bin kurz davor die blöde Karre auf den Schrott zu fahren .....
grrrrrrrrr
Dietrich
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Moin meine Lieben,
die Leerlaufdrehzahl ist erst mit 3000 rpm +/- 200 vorschriftsmäßig - steht im Buch " So wird´s gemacht".
Nicht dein Ernst, oder? Das gilt noch nicht einmal für 1-Zylinder.... :-\
Gruss
Peter :)
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Moin Peter,
Du hast recht.
Die Kaltstartleerlaufdrehzahl liegt laut Buch tatsächlich für den Bendix-Vergaser, sofern ein Automatikgetriebe verbaut wurde wirklich bei 3600 rpm +/- 50 rpm.
Da geht der Motor dann natürlich auch nicht aus, selbst, wenn ich die Fahrstufen einlege.
Schier unglaublich ! - Meine shoke-gesteuerten Fahrzeuge bekommen eine Kaltlaufdrehzahl von nicht über 1200 rpm verordnet.
Sicherheitshalber frage ich aber nochmals bei VW/Audi nach.
kind regards
Dietrich
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Da bin ich platt. :-\
Man lernt halt nie aus.... : nein
Gruss
Peter 8)
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Moin Peter,
um ganz sicher zu gehen, frage ich nochmal in einer Audi/VW-Werkstatt oder bei Bosch nach. Kein Wunder, wenn die Motoren nur von zwölf bis Mittag halten.
Im übrigen scheint die Startautomatik, die Kaltlaufdrehzahlschraube und/oder das Hydropneumatische Ventil (nur für Automatik) die Ursache zu sein.
Fummel, fummel - Ich will meine SU/Stromberg zurück ....... bäääähhhhhh.
kind regards
Dietrich
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Es is teuflisch, aber ehrlich...ich hab' das noch nie so gehört...im Gegenteil....würde mich schlecht fühlen wenn mein motor mit 3mille läuft ohne das er was tut. Da taugt der Vergoser nix...würde ich so intuitiv sagen. Der arme Motor! Ja...Stromberg war nicht dumm.... :-X
Kriegst es schon gebacken, denk ich.... :super
Gruss
Peter 8)
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...ich hab' das noch nie so gehört...im Gegenteil....würde mich schlecht fühlen wenn mein motor mit 3mille läuft ohne das er was tut.
Nabend, also da bin ich auch sprachlos :o :o
Solche Drehzahlen kenn ich nur von der Autobahn... :whistling ;D
Grüße
Ingmar
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Moin gents,
ein Berliner Audi-Händler hat die Drehzahlen glatt dementiert und sich meiner Auffassung, dass dann ja wohl der Drehmomentwandler Ärger bereiten könnte angeschlossen.
Da die Karre heute wieder zickig und ich durch die Lektüre vorbereitet war, habe ich festgestellt, dass die Luftklappe zu früh öffnet. Ihr werdet Euch fragen wassollas ???
Der Audi-Vergaser von Bendix hat zwei Schwimmerkammern, zwei Drosselklappen - also alles doppelt, bis auf eine Luftklappe, die die Luftmenge des einen Ansaugtraktes regelt. ie KALTLAUFKLAPPE. Und die öffnet plötzlich zu früh, rein mechanisch, und der Motor säuft ab, weil er plötzlich zu mager ist, trotz der SECHS !! Düsen.
Der Kaltstartmechanismus mit Bi-Metall funktioniert, wei ich meine. Also habe ich einfach mal an der Kaltstartleerlaufschraube gedreht, mit der man die Stellung der Luftklappe bei den verschiedenen Motortemperaturen einstellen und schon ging´s.
Aber, mal sehen, wie´s morgen funktioniert, denn nach dem x-ten Startversuch war der Motor natürlich schon etwas warm.
Nee, nee, wattet allet jibt.
Schöne Grüße
Dietrich
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Aber, mal sehen, wie´s morgen funktioniert, denn nach dem x-ten Startversuch war der Motor natürlich schon etwas warm.
Nee, nee, wattet allet jibt.
Moin Dietrich,
kauf dir doch nen ollen XJ12... dann hast`e Ruh`, die Karre löppt immer. :D
toi... toi... toi
Egon :xxx
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Moin gents,
moin Egon,
heute morgen ging der Motor nach dem Start nicht mehr aus, sondern brummte bei ca. 1100 bis 1200 rpm in "P" vor sich hin. Nachdem ich den Motor eine Minute habe laufen lassen ging´s dann auch schon zügig und problemlos mit der Automatik los, obwohl die Drehzahl auf ca. 600 rpm im Stand abrutschte.
Bei warm gefahrenem Motor hatte ich dann bei "D" im Stand meine 750 rpm, und das reicht.
Natürlich fehlt aber noch das Feintuning zum Startverhalten.
Im übrigen liegt der Benzinverbrauch bei ruhiger/mäßiger Fahrt in der STADT bei ca. 7 bis 8 Litern......
kind regards
Dietrich
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Im übrigen liegt der Benzinverbrauch bei ruhiger/mäßiger Fahrt in der STADT bei ca. 7 bis 8 Litern......
Moin Dietrich,
nun ja... da zeigen sich die Zicken des XJ12... sein Verbrauch liegt deutlich darüber. :Cool2*
Gruss
Egon ;)
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Liebe Leute, nicht alles was in Büchern steht, muss richtig sein. Eine Leerlaufdrehzahl von 3.500 (auch bei Kaltstart) ist absolut falsch.
Übrigens genügt ein einmaliges durchtreten des Gaspedals bei bimetallgesteuerten Kaltstartklappen.
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Moin jojo,
das einmalige Durchtreten reicht dann völlig aus, wenn es darum geht, die Zusatzluftklappe zu schließen vor dem Starten. Dieser Bendix hat aber auch eine Beschleunigerpumpe. Und ich weiß nicht, in welchem Umfang diese Beschleunigerpumpe beim Durchtreten aktiviert wird, um Benzin "vorzuschießen". Wäre dies der Fall, so muss eben zweimal druchgetreten werden, um bei einem Kaltstart bei richtig kaltem Wetter, die notwendige Anfettung des Gemischs vor dem Startvorgang zu erzielen.
Bei meiner Harley-Davidson mit S&S Super E-Vergaser muss ich vor dem Antreten oder Anlassen, je nach Temperatur zunächst einmal oder häufiger (bis zu fünf mal) am Gashahn drehen, um eine vernünftige Gemischanreicherung vor der Starten zu erreichen.
Aber, trotz intensiver Suche im Internet, habe ich einfach keine Erklärung für die Funktionsweise dieses Bendix 2B2-Vergasers gefunden.
kind regards
Dietrich
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nun ja... da zeigen sich die Zicken des XJ12... sein Verbrauch liegt deutlich darüber. :Cool2*
Hallo Egon,
Du solltest es mal mit Lachgas versuchen : flüster
Erstens liegt Gasfahren voll im Trend :super Zweitens siehst Du den verbrauch vom 12er entspannter :D
und Drittens geht die hohe Stimme nach kurzer Zeit wieder weg :xxx (hab ich gehört ;D )
Gruß
Michael :angelnot!