Autor Thema: Erfahrungsbericht zum Einbau eines Kaltlaufreglers...  (Gelesen 5367 mal)

Offline Dino Bohrmann

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Erfahrungsbericht zum Einbau eines Kaltlaufreglers...
« am: Do.09.Aug 2007/ 13:36:23 »
Hier folgt ein kleiner Erfahrungsbericht über den Einbau eines Kaltlaufreglers:

Da ich den Einbau des Kaltlaufregelsystem für unseren  Daimler Double Six (XJ81) selbst vornehmen wollte, machte ich mich zuerst mit den mitgelieferten Unterlagen vertraut. Diesen entnahm ich, dass zuerst das Abgassystem auf dessen Funktion getestet werden muss, dann das KLR-System verbaut und dann bspw. vom TÜV dieser Einbau abgenommen wird. Als letztes wird die Änderung in den Papieren bei der Zulassungsstelle vorgenommen.

Also machte ich mich zuerst einmal beim einem Prüfingenieur des TÜV kundig, wie die Prozedur des Überprüfens des Abgassystems und des richtigen Einbaus des KLR-Systems am einfachsten gehandhabt werden kann. Dieser schlug mir vor das Abgassystem des Fahrzeugs sofort zu überprüfen und nach dem Einbau des Systems sollte ich nochmals vorbeizukommen dann erst die Gebühren zahlen und die restliche Begutachtung vornehmen lassen.

Gesagt getan. Die Werte des Abgassystem waren super!  : ok*

Lambda [-] = 1,003
HC [ppm] = 2
CO[%] = 0,003

Ich hatte zuvor schon manche „Horrorgeschichte“ gehört; bpsw. dass die Katalysatoren oder die Lambdasonde getauscht werden mussten, um die vorgegebenen Werte zu erreichen. Dies blieb glücklicherweise aus. :super

Mit der ausgefüllten Bescheinigung machte ich mich dann auf den Heimweg, um das System zu verbauen.

Zusammen mit meinem Vater verbauten ich das KLR-System, was sich ein wenig hinzog, da Jaguar einige technische Änderungen vom XJ81 zum X300 -von dem die Einbauanleitung stammt- durchführte. Mit einigen Abwandlungen lies sich jedoch alles anbauen.

Nach einigen Versuchen und durch Rücksprache mit Kai (danke für den Support und auch danke an Marcel für die Detailfotos) wurden dann auch die richtigen Kabel zum Anschluss des Reglers gefunden (weiss/rosa führt die Spannung und weiss/schwarz das Drehzahlsignal). Auch hier hatte Jaguar die Kabelfarben mehrfach geändert.

 Durch geschicktes Anbringen der Zusatzluftschläuche, der Luftventile und der Reglerbox ist die Umrüstung fast nicht zu erkennen (siehe angehängte Fotos).

Die anschließende Abnahme des Anbaus beim TÜV kostete Euro 69,01. Sie beinhaltete die Sichtprüfung des korrekten Einbaus, eine AU-Prüfung mit neuem AU-Stempel und eine Anbaubescheinigung für die Zulassungsstelle. Auch diese Prüfung erfolgte reibungslos.

Im Anschluss daran fuhr ich zur Zulassungsstelle, um das System eintragen zu lassen. Ich hatte alle Unterlagen dabei (KFZ-Schein, KFZ-Brief und die Einbaubescheinigung). Die nette Dame am Schalter wies mich dann darauf hin, dass ich eine Vollmacht benötige um diese Umtragung vornehmen zu können, da das Fahrzeug auf meinen Vater angemeldet ist. Auch der Hinweis meinerseits, dass ich mit dem Brief das Fahrzeug ab- bzw. ummelden und sogar verkaufen könne nutzte nichts. WAS FÜR EIN WITZ!!! :tongue!  :(  :gr_bad*

Also fuhr ich nochmals mit einer Vollmacht zur Zulassungsstelle, löhnte für das Ausstellen eines neuen KFZ-Briefs und eines neuen KFZ-Scheins Euro 15.-  . Einen grünen Aufkleber für die Umweltzone kaufte ich, auf anraten der Sachbearbeiterin, nicht. Deren Aussage war: „ Im Raum Mannheim soll erst im Jahr 2008 über die Erstellung von Umweltzonen beraten werden; da aber zu viele Ausnahmeregelungen erforderlich sind, ist eine Umsetzung zweifelhaft.“   8)


Gesamtkosten:

KLR-System                              Euro 447,97
TÜV Begutachtung                      Euro   69,01
Änderung der KFZ-Papiere         Euro   15,00
---------------------------------------------------------
Summe                                     Euro 531,98


Dem steht eine Halbierung des Steuersatzes gegenüber, wodurch sich die Umbaukosten in 13,7 Monaten amortisieren. Mit unserem Saisonkennzeichen (7 Monate im Jahr zugelassen) ist dies in nicht ganz zwei Saisons geschehen.

Ich hoffe, dass dieser Erfahrungsbericht ein Ansporn für Umrüstwillige ist diese Aktion weiter zu unterstützen.

Gruß,

Dino

Michaela

Re: Erfahrungsbericht zum Einbau eines Kaltlaufreglers...
« Antwort #1 am: Do.09.Aug 2007/ 13:41:27 »
 :+++ :super ;) : ok*

Danke Dino  :-*

Offline Marcel

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Re: Erfahrungsbericht zum Einbau eines Kaltlaufreglers...
« Antwort #2 am: Do.09.Aug 2007/ 14:24:36 »
Hallo Dino,

freut mich, daß es geklappt hat. Ich habe bei meinem Ford damals 36 Euro für den Abgastest und die Begutachtung, ob ich's denn richtig eingebaut habe, bezahlt.
Beim Jaguar wollte ich das Check-Engine-Problem zusammen mit dem Einbau lösen lassen - was blieb war der Einbau. Incl. TÜV-Prüfung (Hauptuntersuchung) und einer Werkstattstunde für die Fehlersuche schlappe 550 Euro.
Als ich wegen der Bilder mir das Ganze mal gestern angeschaut habe, da muß ich schon sagen, daß es beim Jaguar ein ganzes Stück aufwendiger ist als beim Ford. Beim Ford gibt es keine Kabel - nur Schläuche. Und wenn man erst noch die Kabel durchprobieren muß, dann dauert es wohl auch länger als 1,5 Stunden.

Viele Grüße,

Marcel.

PS: Wäre vielleicht gut, wenn Du noch Bilder von den einzelnen Verbindungsstellen einstellen würdest.
XJ 5.3 Coupé (1975) und XJS V12 Convertible (1994)
bildschöner 5.3 Liter und sagenhafter Sexlidder

Offline Dino Bohrmann

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Re: Erfahrungsbericht zum Einbau eines Kaltlaufreglers...
« Antwort #3 am: Do.09.Aug 2007/ 19:26:06 »
Hallo Marcel,

Fotos zu den genauen Anbauorten und ein paar Erläuterungen dazu habe ich Kai zukommen lassen, damit er es evtl. für weitere XJ81 Fahrer verwenden kann.

Trotzdem anbei noch ein paar Bilder...

Gruß,
Dino



Die Luftventile sind underhalb der Luftfilterkästen an den Radhäusern befestigt (metrische Gewindebohrungen sind vorhanden), deren Eingang an den Luftfilterkasten angeschlossen und deren Ausgang an die jeweilige Ansaugbrücke angeschlossen.

Der Temperatursensor wird vor dem Heizungsventil einbebaut (ein weiteres Stück Schlauch wird benötigt).

Das KLR-Steuergerät wurde im V des Motors an der Zündspule montiert.
« Letzte Änderung: Do.09.Aug 2007/ 19:38:11 von Dino Bohrmann »