Liebe Jaguar-Liebhaber,
auf der Club-Homepage findet sich unter dem Titel "Der Ursprung der Firma Vanden Plas" ein recht interessanter Artikel, der jedoch ein wenig unter der Übersetzung leidet. Deshalb einige Anmerkungen dazu, die vielleicht zu einer Überarbeitung dieses Artikels führen:
1. Absatz: Hier soll wohl zum Ausdruck gebracht werden, dass die Schreibweise in Belgien stets in drei Wörtern (Van den Plas) erfolgte. Das erste davon kann natürlich nicht mit "Transporter" übersetzt werden.
2. Absatz: Austin Rover kann man natürlich nicht mit "Austin Vagabund" übersetzen. Das britische Vanden Plas-Unternehmen war nicht Veredler, sondern baute komplette Karosserien für Chassis der genannten Fabrikate.
3. Absatz: Schreibweise: "Gründung". Richtigerweise (s.o.) müsste die Schreibweise Van den Plas gewählt werden. Es wurden zunächst Räder, dann auch Achsen und schließlich ganze Kutschen gebaut. Schreibweise "vergrößerte". In Brüssel wurde eine Zweigniederlassung, kein "weiterer Handelszweig" eröffnet. Bei der "Welt-Handelsmesse" handelt es sich um die Expo, die Weltausstellung von 1900 also. Die "höchste Auszeichnung" bezieht sich auf den belgischen Kutschenbau, nicht auf die belgische Industrie insgesamt. Mit dem folgenden Satz soll wohl ausgedrückt werden, dass man bald auch Automobilkarosserien für die Chassis der genannten Marken zu fertigen begann.
4. Absatz: Auch in England wurden nur Karossserien, nicht jedoch Chassis gefertigt. Schreibweise "über". Der dritte Satz ist, wenn ich ihn richtig verstehe, nicht zutreffend, weil Exklusivität schon seit jeher das Merkmal der Van den Plas-Karosesrien war.
5. Absatz: Schreibweise "März". Es könnte deutlicher hervorgehoben werden, dass mit diesem Unternehmen erstmals Van den Plas-Karosserien in England hergestellt wurden. Der zweite Satz leuchtet nicht ein, denn Vanden Plas England erzeugte die Karosserien ja.
6. Absatz: Schreibweise stets "Princess". Der Princess II kam erst 1950 heraus, der Princess III 1953. Mit "Limousine" ist die verlängerte Ausführung mit zwei Notsitzen in der Mitte gemeint, vorgestellt in Earls Court (nicht "bei Adligen Grafen"). Vanden Plas verhielf "normalen" Austin-Fahrzeugen zu königlichem Ambiente, nicht Akzent. Unkarossierte Chassis des großen Princess gab es während der gesamten Bauzeit. Der im letzten Satz angesprochene Princess 3 Litre basierte auf dem Austin A 99 Westminster, der Nachfolger des A 105 Westminster war.
7. Absatz: Der Princess 3 Litre MArk II basiert auf dem Austin A 110 Westminster und ist ein Facelift des früheren Modells.
8. Absatz: Vanden Plas-Fahrzeuge wurden ab 1960 nicht mehr als Austin, sondern als eigene Marke angeboten. Markenzeichen anstelle des Austin-A war eine Krone (schwarz bei den großen Limousinen, sonst rot). Das Modellprogramm blieb gleich.
9. Absatz: Sir Fred war Inhaber der renommierten Lederfirma Connolly (Schreibweise beachten). Schreibweise "fragte". Der 1100 war nicht verkündet, sondern angekündigt worden. Die Produktion des 1300 lief erst 1974 aus.
10. Absatz: Retuschen am Princess 3 Litre R und Einbau eines von Rolls-Royce beigesteuerten Motors ergaben 1964 den Vanden Plas Princess 4 Litre R, der bis 1968 gebaut wurde.
11. Absatz: Der Jaguar 420 als selbsttragende Konstruktion hatte kein Chassis zu bieten. Seine (verlängerte) Plattform bietet jedoch in der Tat die basis des Daimler DS 420. Dadurch wurde die Arbeit in den Vanden Plas-Werkstätten auf Lackierung und Innenausstattung reduziert. Der keilförmige Vanden Plas 2200 blieb im Prototypenstadium stecken.
12. Absatz: Ab 1974 wurde der Name Princess bei vanden Plas nicht mehr verwendet, weil British Leyland (Schreibweise!) das neue Keilform-Modell unter diesem Namen präsentierte. Bei dem angesprochenen 1500 handelt es sich übrigens um einen Ableger des glücklosen Austin Allegro. Die Herstellung der Daimler-Modelle wurde 1979 nach Coventry verlegt.
13. Absatz: Jaguar verwendet die Modellbezeichnung Vanden Plas seit Modelljahr 1984 nur für den außereuropäischen Bereich. Für Europa wurden diese Fahrzeuge nur noch Daimler genannt.