Autor Thema: Getriebe GM 400 im XJ12VdP  (Gelesen 10256 mal)

Offline Matthias Piel

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Getriebe GM 400 im XJ12VdP
« am: So.03.Mai 2009/ 21:14:59 »
Hallo...

seit gestern kommt aus dem Bereich Wandler/Getriebe ein sirrendes Geräusch das mit der Motordrehzahl gekoppelt ist. Die Schaltvorgänge sind m.e. korrekt. Ölstand ist i.O. (eher einen Tick zuviel :)) Der Wagen kann wie gewohnt bewegt werden.. :gruebel

Hat jemand eine Idee wo ich ansetzen kann ? Wandler oder Getriebe ?

Vielen Dank

Matthias
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Offline Kai Hoffmann

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Re: Getriebe GM 400 im XJ12VdP
« Antwort #1 am: Mo.04.Mai 2009/ 12:27:01 »
Hallo Matthias,

Eine Frage vorab; wann wurde der letzte Öl un Filterwechsel vorgenommen? Diverse Probleme die gar als Getriebeschaden diagnostiziert wurden, waren nach dem Wechseln nicht mehr zu spüren. Aufgrund der Kosten für einen Tausch oder eine Überholung würde ich als erstes dort ansetzen.

Viele Grüße
Kai

(ps. Keine Ahnung was mit der einen Zeile vorhin passiert ist, editiert)
« Letzte Änderung: Mo.04.Mai 2009/ 15:26:47 von Kai Hoffmann »

Offline PPS

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Re: Getriebe GM 400 im XJ12VdP
« Antwort #2 am: Mo.04.Mai 2009/ 14:33:57 »
Hallo Mathias,

zwar sind Ferndiagnosen bzgl. Geräuschen meist ein etwas undankbares Thema aber dem Beitrag von Kai Hoffmann möchte ich mich hier anschliessen.

Ich habe selbst etliche Fälle erlebt, bei denen ein teilweise bereits zugesetzter Getriebeölfilter zu eben dieser Art von Geräuschbildung geführt hat.

Gemeinerweise wird man dabei mitunter sogar auf eine falsche Fährte gelockt, da das sirrende Sauggeräusch im Anfangsstadium (warum auch immer) zunächst erst auftritt wenn Kraftschluss besteht, also ein Fahrbereich eingelegt ist. Dabei sollte man doch annehmen, dass die von der Getriebeölpumpe durch den Filter angesaugte Ölmenge davon unabhängig ist.
Auf jeden Fall ist das Geräusch immer abhängig von der Motordrehzahl, da an diese ja auch die Drehzahl der Getriebeölpumpe gekoppelt ist.
Tritt das Geräusch aber schon in P oder N auf, dann wird es nicht mehr lange dauern bis der Kraftschluss nachlässt. Die Getriebeölpumpe kann dann durch den zugesetzten Filter nicht mehr genug Öl fördern um die Lamellenkupplungen und Bremsbänder im Getriebe mit ausreichend Kraft geschlossen zu halten. Dann droht umgehend ein Getriebeschaden als Folgeschaden des zugesetzten Filters.

Auch wenn der letzte Getriebeölwechsel und Filterwechsel noch nicht so lange her ist, empfehle ich dennoch nachzuschauen - ich habe schon Fälle erlebt, bei denen der Filter nicht mit Ablagerungen, sondern mit Spänen verstopft war ... allerdings hast Du dann ohnehin ein größeres Problem.

Natürlich gibt es noch eine Reihe anderer möglicher Ursachen für das Geräusch, z. B. ein sich ankündigender Wandlerschaden (was aber sehr selten ist!), ein nicht ganz frei kommendes Bremsband bzw. eine nicht ganz frei kommende Lamellenkupplung im Getriebe (beides ebenfalls extrem selten!) oder auch eine völlig andere Ursache ausserhalb des Getriebes.

Gruß

PPS

Offline Kai Hoffmann

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Re: Getriebe GM 400 im XJ12VdP
« Antwort #3 am: Mo.04.Mai 2009/ 15:31:00 »
Hallo PPS :gruebel (gibt es auch einen normalen Namen oder ist das ein Wiederauftauchen?),

bei meinem DD6 war es seinerzeit wahrscheinlich eine Lammellenkupplung. Singen bis metallisches Knarzen beim Wiederanfahren nach starkem Bremsen. Das Problem trat ie wieder auf und der Wagen hat seit dem sicherlich über 100.000 km zurückgelegt.
Ich denke man sollte immer mal schauen ob nicht schlechter Ölfluß schuld sein kann. BTW: viele GM400 singen leicht im ersten Gang. Das Phänomen verringert sich stark bei Getriebeölwechsel.

Viele Grüße
Kai

Offline PPS

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Re: Getriebe GM 400 im XJ12VdP
« Antwort #4 am: Mo.04.Mai 2009/ 16:21:10 »
Hallo Kai,

keine Ahnung was das bei deinem DD6 gewesen sein könnte - ich würde mir aber nach problemlosen 100.000 km danach auch keine Gedanken mehr darum machen.


Zum Thema Singen in der ersten Fahrstufe:

Dieses Geräusch ist bekannt, hat aber eine völlig andere (normale und harmlose) Ursache.
Es handelt sich um harmlose Zahnradgeräusche aus dem für die erste Fahrstufe zuständigen Planetengetriebesatz. In der ersten Fahrstufe wälzen sich die (kleinen) Planetenräder auf dem (großen) Sonnenrad ab und erreichen dabei eine recht hohe Drehzahl.

Dass sich dieses Geräusch nach einem Getriebeölwechsel immer etwas reduziert ist ebenfalls normal: Auch bei ATF lässt die Viskosität im Laufe der Zeit immer mehr nach. Hat man frisches ATF eingefüllt (und die richtige Sorte), dann dämpft das frische ATF mit seiner höheren Viskosität als das verbrauchte zuvor die (normalen) Zahnradgeräusche besser ab.

Das hat jetzt aber nichts mehr mit dem Problem von Matthias zu tun, denn sein sirrendes (Saug-?) Geräusch ist ja abhängig von der Motordrehzahl, bzw. von der davon abhängigen Drehzahl der Getriebeölpumpe - während das Singen in der ersten Fahrstufe ja rein von der Fahrgeschwindigkeit (oder in der ersten Fahrstufe besser Rollgeschwindigkeit) abhängig ist.

Gruß

PPS

Offline Matthias Piel

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Re: Getriebe GM 400 im XJ12VdP
« Antwort #5 am: Mo.04.Mai 2009/ 19:34:27 »
Hallo,

herzlichen Dank für Eure Antworten ! :super

Das was zusätzlich beschrieben wurde vonn PPS und Kai trifft zu. Wenn ich von der Mille zurück bin werde ich umgehend einen Öl und Filterwechsel vornehmen und hier berichten.

Eine Frage hätte ich noch: Ist der Filter auswaschbar oder muss ein neuer eingebaut werden ?

Danke und Gruß


Matthias
"Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen" Walter Röhrl

Offline PPS

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Re: Getriebe GM 400 im XJ12VdP
« Antwort #6 am: Mo.04.Mai 2009/ 21:53:08 »
Hallo Matthias,

na hoffentlich fährst Du nicht mit diesem Wagen zur Mille Miglia! Davon würde ich nämlich auf jeden Fall abraten und lieber noch vor dem 14. den Getriebeölwechsel und Filterwechsel durchführen. Ist tatsächlich der Getriebeölfilter vestopft, dann drohen nämlich enorme Folgeschäden wenn Du so weiterfährst (verbrannte Kupplungslamellen und Bremsbänder).

Zum Filter: Nein, er soll nicht ausgewaschen werden - kostet dafür aber auch nicht den Gegenwert einer Rolex Uhr ...
Ein neuer Getriebeölfilter sollte bei einem Vanden Plas alle paar Jahre doch durchaus im Budget drin sein, oder?  ;)


Gruß

PPS

Offline Thorsten K

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Re: Getriebe GM 400 im XJ12VdP
« Antwort #7 am: Di.05.Mai 2009/ 00:12:49 »
btw, weil es hierher paßt,
ich hätte hier von meinem alten SIII V12 noch einen Filter und eine Ölwannendichtung, zum Getriebeölwechsel ist es nicht mehr gekommen. Man kam da irgendwie so schwierig ran, so hab ich es immer vor mir her geschoben.
Ah ja, literweise Dexron ist auch noch da. Bei Interesse PM, ich mach einen günstigen Paketpreis.

Viele Grüße
Thorsten
burning chrome

Offline tuba10

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Re: Getriebe GM 400 im XJ12VdP
« Antwort #8 am: Di.05.Mai 2009/ 09:44:54 »
wenn ihr schon beim Thema seid, ich habe gerade einen GM400 Ölwechsel bei einer Serie 3 V12 hinter mir, oben ist etwas von metallischem Knarzen zu hören - das ganze ist jetzt bei mir auch aufgetreten, eher unter Belastung als im lockeren Fahren, eher in Neigungen als auf der Geraden.... Das Getriebe hat bis dato aber ohne Probleme funktioniert, woran kann das nun liegen? Es hört sich ziemlich grausam an, alsob etwas metallisches zwischen den Zahnrädern steckt....
Bin mal gespannt was ihr vermutet! Lg Marius
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Offline PPS

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Re: Getriebe GM 400 im XJ12VdP
« Antwort #9 am: Di.05.Mai 2009/ 10:23:56 »
Hallo Marius,

ich zumindest möchte mich dazu nicht äußern, da dich Vermutungen hier kaum weiterbringen werden. Das kann alles mögliche sein, ähnlich wie bei Kais Geräusch vor 100.000 km.

Anders sieht es beim beschriebenen Singen in der ersten Fahrstufe aus, da hier die technische Ursache jenseits von Meinungen und Vermutungen eindeutig belegbar ist.

Das Problem von Matthias mit dem motordrehzahlabhängigen Sirren ist grenzwertig, jedoch besteht hier eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, dass es mit dem Getriebeölfilter zusammenhängt, weshalb ich mich zu einer Stellungnahme durchringen konnte.

Bei deinem Problem wüsste ich aber nicht einmal wo ich ansetzen sollte, wären alles bloß Vermutungen.  :gruebel

Grundsätzlich gilt ja, wie ganz zu Anfang erwähnt, dass Ferndiagnosen bzgl. Geräuschen meistens nicht zum Ziel führen. Man sollte schon selbst vor Ort am Wagen sein um die Sache richtig testen und beurteilen zu können.

Hierzu ein aktuelles Beispiel, dass ich sich erst im letzten Sommer zugetragen hat:

Der bekannte Besitzer eines Wagens mit exklusivem Kleinserienmotor und kompliziertem Ventiltrieb, der für seine Probleme mit den Kettenspannern und -führungen nebst kapitalen Steuerkettenrissen bekannt ist, rief an und klagte über plötzlich aufgetretene grauselige und laute Rassel- und Klappergeräusche nach dem Motorstart. Da er 500 km entfernt wohnt wurde sogar eine Geräuschübertragung mittels Handy und Telefon durchgeführt - wonach die Entscheidung getroffen wurde, den Motor ja nicht mehr zu starten und den Wagen per LKW über 500 km quer durch Deutschland zu befördern.
Als der Wagen dann wirklich vor Ort war, stellte sich SOFORT heraus, dass lediglich der Monolith eines der Katalysatoren gebrochen war und die grausigen Geräusche nach dem Start verursacht hatte. Die Verbringung per LKW quer durch Deutschland war also letztendlich völlig unnötig.

Gruß

PPS