Hallo,
nach einer etwas längeren Pause möchte ich euch den 2. Teil nicht vorenthalten:
Wie gesagt, die Reparaturen waren dann abgeschlossen - bis auf das hintere rechte Radlager, aber das ist Verschleiß und kommt bei jedem Fahrzeug vor. Nun gut, da stand ich nun am Anfang des Winters mit einem Wage, der nicht gerade mein vollstes Vertrauen genoss und der Frage mit welchen Reifen ich diese Jahreszeit meistern soll. Die aufgezogenen Pirelli P4000 waren 1. etwas abgefahren und 2. 10 Jahre alt, was mir auch auf der Autobahn bei einem kurzen aber heftigen Wintereinbruch, beinahe einen filmreifen Abflug beschert hätte. Geld für einen 2. Satz Pepperpot Felgen wollte ich auf keinen Fall investieren, da ich der Katze wie gesagt nicht über den Weg traute und Stahlfelgen finde ich auf der Serie III nicht so super!!. Am besten also M&S Reifen mit Schneeflockensymbol (Natürlich nicht grundsätzlich "am besten", aber für meine Anforderungen und meinen Bewegungsradius das Richtige). Nach längerer Suche habe ich mich dann für den Quatrac2 von Vreedestein entschieden und obwohl ich nicht mal sicher bin ob die Größe (reiche ich nach) tatsächlich eingetragen ist,

bin ich sehr zufrieden!!! Selbst frisch beschneite Steigungen sind ohne Probleme zu meistern und die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 210km/h für meine Fahrweise kein Problem. Danach war das Gleiten mit dem Wagen eigentlich nur noch pure Freude - abgesehen davon, dass ich bei 192cm Körpergröße vor allem bei längeren Strecken das Bedürfnis verspüre den Sitz noch etwas weiter nach hinten zu stellen. Platz nach hinten wäre allemal. Kleinere Reparaturen wie Lichtrelais oder Gebläsemotor standen dann doch an, aber nachdem ich so langsam das Vertrauen in das Fahrzeug gefunden hatte, sind solche Ausgaben in Ordnung.
Was die Fahrleistungen angeht, kann ich nicht viel sagen, da ich selten über 150 km/h unterwegs bin und dafür reicht's allemal. Der Verbrauch pendelt sich bei mir immer um die 15 -17 Liter ein - liegt aber vor allem daran, dass ich von zuhause ins Büro nur rund 4 KM habe und das natürlich Sprit kostet. Unter 13 Liter ist bei meinem Wagen eher unrealistisch - ausser bei Autobahnfahrt konstant 120!! Öl? na ja, ich muss ab und zu einen Liter nachfüllen, aber auch das scheint bei diesen Fahrzeugen öfter vor zu kommen.
Mein Fazit für alle die mit dem Gedanken spielen sich einen solchen Wagen zuzulegen - egal ob als Hobby oder als Alltagswagen:
Schaut nach einem Wagen der von der Karosserie einen guten Eindruck macht, kleine Rostblasen können auf große Schäden hindeuten. Kleinere Kratzer o.ä. Dellen mindern zwar etwas den Gesamteindruck, bleiben aber bei der regelmäßigen Nutzung nicht aus.
Das Öl sollte nicht tropfen :-)
Ich für meinen Teil würde mich heute eher nach einem Fahrzeug umschauen, dass in Benutzung ist. Was nützt mir ein "totgestandener" Wagen mit 40.000 KM und 10.000 korrodierter Kontakte in der Elektrik. Im Ernst ein 20 Jahre alter Wagen mit 60.000 KM auf der Uhr, der wahrscheinlich einen Großteil der Laufleistung in den ersten 3 Jahren nach seiner Auslieferung abgespult hat, ist m.E. nicht vertrauenserweckender als einer mit 150.000 KM der aber laufend im Einsatz ist (Gilt natürlich nur, wenn der Wagen in regelmäßiger, nachweisbarer Wartung war). Reparaturstau kann ziemlich schnell zum Fiasko werden.
Der relativ geringe Einstiegspreis kann , wenn man selbst nicht schrauben kann oder will, schnell durch Reparaturen übertroffen werden. Außerdem kann es vorkommen, dass der Wagen schon mal länger in der Werkstatt steht bis die Teile da sind. (Ich war manchmal sehr froh über den Mercedes in der Garage :-)
Sucht euch eine Werkstatt mit Personal das sich auskennt. Es ist langwierig genug Dinge ein- und auszubauen. Da sollten nicht noch Stunden hinzu kommen, weil das "Fachpersonal" nicht weiß wie's geht!!! Einfach im Forum fragen oder die Empfehlungen nachlesen!
Achtet auf den Kaltlaufregler oder lasst ihn gleich nachrüsten, nach einem Jahr habt ihr das bei der Steuer wieder reingeholt. (Ein regelmäßig genutzter (angemeldeter) Wagen müsste ihn eigentlich bereits haben)
Die Versicherung ist überraschend günstig!
Verbrauch!!! darüber muss!! man sich im Klaren sein. Eine zügige Katzenfahrt von Heidelberg nach Konstanz (550KM) kann schon mal 140 EUR nur für Benzin kosten. Da gibt's bei weiterem günstigere Fortbewegungsmittel!! (wenn auch keine schöneren).
Der eine oder andere Katzendompteur wird mir nicht in allen Punkten zustimmen, aber ich kann nur von meinen Erfahrungen und meinem Wagen berichten. Sollten sich hier im Forum Leute tummeln, die mit dem Gedanken spielen sich einen XJ zu kaufen. Ihr könnt mich gerne ansprechen oder natürlich irgendeinen anderen hier im Forum. Ich für meine Teil habe hier immer nur gute Erfahrungen gemacht. Es gibt hier Leute, die einen zu Besichtigungsterminen begleiten oder einfach mal mit ihrem Wagen fahren lassen um einen Vergleich zu haben

Lasst euch nicht abschrecken, aber schaut genau hin, dann werdet ihr viel Spass haben.
Viele Grüße aus HD
Stefan