Meine Güte.....

@ Rüdiger:
Was ist los? Ich frage mich ernsthaft, was Dein Beruf mit der Anzeige und Deiner Art der Reaktion darauf zu tun hat... nichts m.E.! Weil der Zahnarzt am Wochenende nix zu bohren, der Schlosser nix zu schrauben und der Weihnachtsmann nach dem 24. nix mehr zu verschenken hat, muss man doch nicht auf diese Art und Weise an wildfremden Leuten herumkritisieren. Zudem, mach doch mal ein konstruktives Misstrauensvotum; erkläre uns, was Du genau unter "Überholung" verstehst. Welche Teile müssen dazu ausgetauscht worden sein, muss neu lakiert worden sein oder die Sitze beim Sattler gewesen sein? Müssen zwingend neue Scheiben rein oder muss der Motor "überholt" worden sein? Lackausbesserungsarbeiten, Rostprävention durch Holraumversiegelung, Austausch aller Verschleißteile usw. usf. gehört nicht dazu? Wo steht das? Und überhaupt: Wer dieses Auto kaufen wollte, lies sich bestimmt nicht so blenden, dass er/sie nun glaubte, ein Neufahrzeug vor sich zu haben.... also auch die "Anwaltsnummer für die Entrechteten" greift hier nicht wirklich.
@ SJRR:
Bitte versteige Dich nicht in Beurteilungen von Berufen, die Du ganz offensichtlich nicht selbst betreibst. Auch wenn es ein alter Gassenhauer ist und die Stammtische stets gröhlend nach diesem Spruch die neue Runde bestellen, wird die Annahme, dass "Lehrersein" ein Halbtags"job" ist, (Vormittags Recht haben, Nachmittags frei) trotzdem nicht richtiger oder wahrer. Die letzten (unabhängigen!!!) Arbeitszeituntersuchungen haben eine Durchschnittsarbeitszeit von 52 Wochenstunden für LehrerInnen ermittelt. Darin sind alle Schulformen und FachvertreterInnen enthalten. Eine einfache Rechnung: Bei zwei Korrekturfächern an der Gesamtschule oder am Gymnasium (also z.B. Mathe und Englisch) kommt man bei 10 Lerngruppen im ungünstigsten Fall auf ca. 1500 bis 2000 Klassenarbeits- und Testkorrekturen pro Jahr. Rechne das doch mal bitteschön in durchgearbeitete Wochenenden um. manche Fächervertreter kommen locker auf 65 bis 75 Stunden pro Woche - immer! Jedoch: ich weiß, alle Erfahrung und Statistik hilft nicht die Meinung der Straße zu beeinflussen. Eines jedoch schon: Folgendes. Wenn das so ein unehrlich einfacher "Job" ist, Money for nothing, viel Freizeit und Ferien, ja warum bewirbst Du Dich denn nicht dafür. Im Moment laufen Programme, die Quereinsteiger befördern, ein gültiges 2. Staatsexamen zu erlangen - die Eintrittskarte ins Land der schlafenden Beamten auf A13 mit Dauerferien und Lizenz zum Kritteln und Beurteilen. Die Exkursionsweste gibt es dazu gratis, die Lehrerbrille und einen Anklebevollbart auch. Warum will denn keiner? Warum höre ich in dem Moment, in dem ich vorschlage (und zwar konkret und machbar vorschlage), dass mein Gegenüber mit dem großen Wissen doch bitte den Berufsstand wechseln soll, sofort Sätze wie: Ja aber die Kinder werden doch immer schlimmer, als Lehrer muss man sich ja schon wehren; für einen Akademikerberuf ist das dann doch ein wenig zu wenig Geld, da krieg ich in der Wirtschaft, ja aber mindestens, nicht; die Nerven hätte ich gar nicht, ständig den Eltern Rede und Antwort zu stehen; nö, da könnte ich ja gar nicht mehr schlafen...... usw. usf.....
Also in dem Sinne: Schreib mir eine Mail in meinen privaten Postkasten und ich teile Dir mit, wie Du an den unehrlich leichtesten Job der Welt mit Vollferien dran kommst.
Wirklich verstimmt,
Ralf