Oh je,
fangen wir mal an bei den typischen Märchen zu den Jaguar Motoren.
- der V12 braucht ja mindestens 25 Liter
- der Zündkerzenwechsel beim V12 dauert einen halben Werkstatttag
- der V12 ist anfällig
- der V12 ist nicht vollgasfest (einmal Vollgas, 5 Tage Schrauben)
- der V12 ist sehr kopflastig ggü. dem Reihensechser
- der V12 ist ... .
Ich glaube daß ich zu all diesen Punkten Stellung beziehen kann. Der V12 ist ein Bauernmotor, der, wenn er nicht vernachlässigt wurde, auch nach über 30 Jahren zuverlässig seinen Dienst verrichtet. Ich bin mit dem roten Coupé über 6000 km gefahren - und brauche weniger als 20 Liter; mit dem XJS über 30000 km, und brauche hier weniger als 18 Liter.
Mal abgesehen davon, es fahren jede Menge e-Type Serie III rum, die auch den V12 verbaut haben. Wenn der derart anfällig wäre, dann wäre der Serie III e-Type mit Sicherheit der billigste aller e-Types... .
Also, jetzt kaufe das bessere Auto und vergesse die Geschichte mit dem Motortausch. Fahre den Wagen und laß ihn ruhig auf der Autobahn auch mal laufen - der Wagen fährt sich auch bei 200 noch gut, wenn die Stoßdämpfer nicht im Eimer sind oder sonstige Schäden am Fahrwerk vorliegen. Die Wagen sind dazu gebaut worden.
Viele Grüße,
Marcel.
PS: Ich habe die Flüssigkeitsmengen der 6-Zylinder nicht im Kopf, aber ich gehe davon aus, daß der 4.2 Litre mindestens die gleiche Zeit braucht, um warmgefahren zu werden. Und langhubige Triebwerke (107mm vs. 70 mm Hub) mögen nun mal hohe Drehzahlen nicht so gerne.