Autor Thema: Grüße aus Laupheim  (Gelesen 57 mal)

Offline Wolf1

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Grüße aus Laupheim
« am: Gestern um 23:47:04 »
ich habe meinen Jaguar X308 im August 2024 bekommen. Eine Bekannte meiner Lebensgefährtin fragte, ob wir nicht eine Jaguar kaufen wollten, und nachdem meine Freundin mich fragte, ob ich nen Jag haben wollte, hab ich natürlich nicht Nein gesagt.
Es ist ein X308 4.0l XJ Executive mit Sportpaket in saphirblaumetallic und dunkel gebeizter Vogelaugenahornholzverkleidung, schwarzem Leder und grauem Dachhimmel, der km-Stand war 193k km.

Der Zustand war gut, allerdings mit hängendem Dachhimmel, fehlendem Gummi zwischen den beiden Motorabdeckungen, fehlender 3. Bremsleuchte, leicht braunem Innenspiegel,  abgerissenem Leaper, kaputten Frontlautsprechern und defektem Getränkehalter (die Klappe war mit nem Badge Jaguar 4.0l fixiert)

Als erstes das Badge anstatt des restlichen Leapers montiert, da der XJ diese Figur eh nicht serienmaeßig hat, danach den Dachhimmel gegen einen neuen getauscht, einen CD Player mitsamt passender Kofferraumverkleidung und einem Cinch-Wechseler verbaut, damit das DAB Radio auch Musik macht (dummerweise pfeifts über die Lima noch ein bissel, da wird noch was verbessert).

Da die vorderen Lautsprecherchassis gerissen waren und statt Bass nur noch ein Knallen zu hören war, wurden vorne neue 16“ Chassis mit einer 2 Wegeweiche verbaut, die Hochtoener blieben original, nur die Kondensatoren wurden ausgelötet.
In diesem Zuge wurde die linke Vordertürholzverkleidung nach Mannheim zu MK Holztechnik zur Reparatur geschickt, da diese Risse im Lack aufwies (vermutlich hatte ein Vorbesitzer zu viel Kraft beim Tür zuwerfen…).

Anfang 2026 wurden dann originale Celtic Felgen auf 235/50x17 montiert, im Juni 2026 hab ich mich endlich aufgerafft, der Kettenspannerproblematik abzuhelfen, kompletten Kettensatz inklusive allem Spezialwerkzeug und großem Drehmomentschlüssel hatte ich schon 2025 angeschafft.
Also den linken Ventildeckel demontiert, reingeschaut, und da die Ketten und Spanner bereits von einem Vorgänger ausgetauscht wurden, den Ventildeckel wieder montiert, die ganzen Ersatzteile ins Regal gelegt und nur den Thermostatdom gegen einen aus Alu ersetzt.

Irgendwann wurde noch die 3. Bremsleuchte mit 15 weißen LED wieder gangbar gemacht.

Im Juni 2026 gings dann nach Bad Wörrishofen zu Don Simon zur Getriebespülung und dem Tausch eines Transgo Druckregelventils  in der Getriebemechatronik.
Bei der Hinfahrt kam ich in an das Ende eines Staus und musste scharf bremsen, was das ABS Steuergerät mit ABS und TCS Fehler quittierte.
Daraufhin wurde das ABS Steuergerät ausgebaut, was eine Flex-Odysee an einer E5 Nuss und Verbindung beinhaltete, da die unteren beiden Schrauben mangels Platz sonst nicht gelöst werden konnten;
dann die 4 Bremsleitungen gelöst, das Steuergerät aufgesägt, 2 Pins für den Anschluss der ABS-Pumpe nachgelötet, das Steuergeräet wieder zugemacht, die Bremsleitungen wieder fixiert und den Fehlerspeicher gelöscht.

Zwischenzeitlich kam dann eine neue Bordmappe aus San Diego eingetrudelt, da meine doch etwas ramponiert war und ich bereits ein Jahr nach einer unverbrauchten gesucht hatte.

Im August 2026 wurde der Jag nach Ravensburg gefahren um den angelaufenen Innenspiegel bei einer Fachwerkstatt zu demontieren (bei einem Ausbau kann die Windschutzscheibe reissen und da sich bereits die vordere Abdeeckung geweigert hatte, sich ohne Gewalt demontieren zu lassen; das Ergebnis war ernuechternd: die Windschutzscheibe war noch heile, allerdings war das Halteblech und die vordere Abdeckung kaputt)
Egal, der Spiegel wurde zur Reparatur zu Dusan Peuker geschickt, eine Woche später war der Spiegel wieder repariert zurückgesandt, eine Abdeckung von Honda France war auch gleich da und das Halteblech wurde durch (vermutlich von einem Renault Laguna) ersetzt, bis es durch ein original Halteblech, ebenfalls von Honda France, ersetzt wird. (der Spiegel wird nun von einer M4 Senkkopfschraube von vorne und ein hinter das Halteblech geschobene 3mm Blechplatte gehalten, sodass eine Demontage problemlos möglich ist.

Im September wurde dann noch ein RealGaugeModule eingebaut, damit die Wassertemperatur real angezeigt wird, da original die Temp.anzeige nur 3 Zustände kennt: kalt, warm und Motor kaputt...

Seit September 2026 hat der gute Jag nun wieder 2 Jahre Ruhe vom Tüv-Beamten, nachdem noch die Nebellichtschalter zerlegt, der Taster mit Leitsilber behandelt wurde und seither auch die Nebelschlussleuchte wieder funktioniert (was für ein erheblicher Mangel) 

Zusammenfassend ist ueber den Jag zu sagen, dass man (zumindest ich) dieses Fahrzeug eher verhaltend faehrt, es ist was ganz anders als mein getunter "Hausfrauen" B Corsa mit derzeit ca. 140 PS, der zum Heizen einlaedt.
« Letzte Änderung: Gestern um 23:58:27 von Wolf1 »

Offline Kai Hoffmann

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Re: Grüße aus Laupheim
« Antwort #1 am: Heute um 13:39:04 »
Hallo Wolf,

wilkommen und danke das Mitteilen Deiner Erfahrungen.

Viel Freude mit Deinem Jag und viele Grüße
Kai

Offline Flatfender

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Re: Grüße aus Laupheim
« Antwort #2 am: Heute um 22:58:56 »
Hallo Wolf  , Glückwunsch zum neuen Jaguar und viel Spass und Freude mit dem Wagen .  Ich fahre seit 4 Jahren den X 308 4,0 Liter

Sovereign  in der Langversion .  Leider ist der Spaß jetzt vorbei .  Bei einem unverschuldeten Unfall , wo der Stoßfänger und Kotflügel

getauscht werden sollte  , wurde nach entfernen der Radhausschalen  massive Durchrostungen vorne an den Längsträgern auf beiden

Seiten festgestellt . Faustgroße Löcher . Ich hätte eigentlich immer Wasser im Fußraum auf beiden Seiten haben müssen . Weil ich

aber nie bei Regen gefahren bin , habe ich nichts bemerkt . Im Motorraum ,nach abnehmen der Verkleidung das Gleiche . Rostlöcher

rechts und links . Unter der Verkleidung befinden sich Gummipolster als Geräuschämmung vom Motor . Die saugen sich mit Wasser

voll wie Schwämme .  Das Wasser läuft oben rein , aber unten nicht mehr raus . Erst dann , wenn es von innen nach außen

durchgerostet ist . Der X 308 hat viele Hohlkammern im Schweller , die betteln förmlich nach Feuchtigkeit . Es ist auch beim X 308 

das Wichtigste den Rost im Auge zu behalten und Gegenmaßnahmen zu ergreifen .  Für mich lohnt sich aus wirtschaftlichen Gründen

die Karosseriearbeiten nicht mehr .  Schade um den Wagen . Er wird wohl als Ersatzteilträger dienen . Die Mechanik und die

Elektronik kann man reparieren , der Rost ist für die Lebensdauer des Jaguar entscheidend .  Ich bin jetzt froh , dass ich in

den 4 Jahren über 60000 Km gefahren bin und so den Jaguar genießen konnte .  Abschließend möchte ich noch festhalten , dass der

Jaguar regelmäßig gefahren werden sollte .  Dann macht er keine Zicken .  Ich bin auch in den Wintermonaten gefahren . Natürlich

bei trockenden Straßenverhältnissen .  Ich wünsche viele störungsfreie  Kilometer .    Best Regards  Gero
" Geld mag einem kein Glück kaufen ,
   aber ich weine lieber in einem Jaguar , als im Bus ."
   ( Francoise Sagan )