Moin Lindi,
ich habe beim MK II noch kein Hinterachsgetriebe an der Kardanwelle abgedichtet, dafür aber ahin und wieder an den alten Volvos und meine daher, dass die Radialwellendichtungen am Kardanflansch sich nicht viel nehmen werden.
Du kannst die Achse eingebaut lassen, löst zunächst die Kardanwelle und schiebst sie rechts oder links beiseite. Nun siehst Du die Mutter, mit der der Flansch auf der verzahnten Welle fixiert ist. Diese Mutter sitzt häufig außerordentlich fest. Hier helfen ein großer Hebel und eine Grube weiter. Das Auto wird mittels Handbremse und Gang sowie Klötzchen fixiert, und von der Grube aus gehebelt. Hast Du die Mutter entfernt, kannst Du den Flansch von der Achse mittels Hand oder mit ein wenig Hilfe durch einen Holz- oder Gummihammer ziehen. Zuvor jedoch solltest Du das Hinterachsöl ablassen, da sonst die Gefahr besteht, dass sie einfach unkontrolliert ausläuft. Sodann kommst Du nun an den Radialwellendichtring ran und kannst ihn entfernen.
Ist´s ein Simmerring musst Du diesen mittels Schraubenzieher und feinen Zangen heraushebeln. Der Ring wird dabei zerstört. Der neue Ring sollte auf der Innenseite beim Einbau mit Öl bestrichen sein. Er wird gleichmäßig und vorsichtig mit Hilfe des Gummi- oder Holzhammers hineingeschlagen/gedrückt. Die Achswelle sollte natürlich zuvor aus Beschädigungen untersucht werden, sonst war ggf. die ganze Arbeit vergebens. Anschließend wieder den Flansch drauf und alles in umgekehrter Reihenfolge zusammenbauen.
Ist´s ein Filzring musst Du VERMUTLICH zunächst die Klemmspange aus der Ringnut des Achskörpers und anschließend die Druckscheibe entfernen, so dass Du nun den Filzring einfach entnehmen kannst. Danach den Achskörper wieder überprüfen und anschließend den neuen, in Öl getränkten Filzring einbauen, wenn man nicht auf Simmerring umbauen kann.
kind regards
viel Erfolg
Dietrich